Was ist Biomasse?
Biomasse bezeichnet in erster Linie
pflanzliches Material, das nicht über geologische Prozesse
verändert wurde (im Gegensatz zu fossilen Energiequellen wie Erdöl,
Kohle oder Erdgas). Der entscheidende Vorteil: Wird Biomasse zur
Energiegewinnung verwendet, wird dabei nur so viel CO2 freigesetzt,
wie zuvor in der Biomasse gebunden war. Daher ist Biomasse
grundsätzlich klimaneutral.
Man unterscheidet zwischen verholzter Biomasse (Waldholz,
Feldgehölze, Altholz, Restholz usw.) und übriger Biomasse
(Hofdünger wie Gülle und Mist, Ernterückstände, Abfälle aus der
Lebensmittelindustrie, der Gastronomie und Grüngut aus Haushalten
usw.). Praktisch keine Rolle spielen in der Schweiz die
Energiepflanzen - also Pflanzen wie zum Beispiel Raps oder
Mais, die eigens für die Energiegewinnung angebaut werden.
Holzartige Biomasse wird vornehmlich verbrannt und für die
Wärmegewinnung verwendet. Mehr darüber finden Sie auf unserer Seite
zur Holzenergie.
Übrige (wenig verholzte) Biomasse kann in einer Biogasanlage zu
Biogas vergoren und anschliessend in einem Blockheizkraftwerk in
Strom und Wärme umgewandelt oder zu Treibstoff
aufbereitet werden. Wenn Abfallprodukte eingesetzt werden, hat
Biomethan - der aus Biogas gewonnene Treibstoff -
die beste Ökobilanz aller Biotreibstoffe.
Auf den Seiten der Informationsstelle Biomasseschweiz.ch finden Sie alles
Wissenswerte rund um die Produktion, Förderung und Nutzung von
Energie aus übriger Biomasse (ohne Holz).
Wussten Sie, dass...
... die stofflichen Reste der biogenen Abfälle auch als Dünger
und Bodenverbesserer in der Landwirtschaft eingesetzt werden
können?