Was ist Geothermie?
Geothermie
bezeichnet die Nutzung der Wärme aus dem Erdinneren. Diese in der
Erde gespeicherte Energie lässt sich mit Hilfe verschiedener
Methoden nutzen: In den meisten Fällen wird dabei eine
Erdwärmesonde in Kombination mit Wärmepumpen für die Heizung von
Einfamilienhäusern und grossen Gebäuden verwendet. Erdwärmesonden
gehen in Tiefen von 200 bis 400 Meter. Eine Übersicht über weitere
Formen der Erdwärmenutzung finden Sie bei der Schweizerischen
Vereinigung für Geothermie.
Aus Erdwärme kann auch Strom gewonnen werden. Dafür muss in der
Schweiz aber in Tiefen von 2'000 bis 5'000 Metern gebohrt
werden, um die notwendigen Temperaturen von über 100 Grad zu
finden. Allerdings ist die Technologie noch nicht so
ausgereift wie bei der Nutzung zu Heizzwecken. Momentan wird in der
Schweiz keine Elektrizität aus geothermischen Quellen produziert.
Es gibt allerdings Forschungsprojekte, denn das Potenzial zur
Stromerzeugung aus Erdwärme ist sehr gross. Experten halten es
langfristig für denkbar, einen bedeutenden Anteil
des inländischen Stromkonsums durch geothermische Kraftwerke
zu decken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erdwärmeenergie ist
sauber, saisonal unabhängig, unerschöpflich und bedarfsgerecht
verfügbar. Darüber hinaus sind die oberirdischen Anlagen
unauffällig, was im Vergleich zu Wind- und Wasserkraft einen
entscheidenden Vorteil bieten kann.
Falls Sie Ihr Haus mit Erdwärme heizen möchten, finden Sie bei
der Schweizer Vereinigung
für Geothermie und bei der Fördergemeinschaft
Wärmepumpen Schweiz ein Verzeichnis der Firmen, die
im Bereich Wärmepumpen und Erdwärme tätig sind und die Sie zu Ihren
Pläne individuell beraten können. Auch die regionalen Vertretungen
der Vereinigung helfen Ihnen gerne weiter und unterstützen Sie,
zum Beispiel beim Kontakt mit den Bewilligungsbehörden.
Technisch Interessierte können sich auch im Forschungsprogramm
Geothermie des Bundesamtes für Energie umsehen.
Wussten Sie, dass...
... die Schweiz Weltmeister im Einsatz von Erdwärmesonden ist?
Nirgendwo auf der Welt sind mehr Erdwärmesondenanlagen pro
Quadratkilometer Landesfläche installiert.