Warum mit Holz heizen?
Holzenergie gilt als CO2-neutral, weil
Bäume bei ihrem Wachstum gleich viel CO2 binden, wie bei ihrer
Verbrennung oder Verrottung wieder frei wird. Zudem ist Holzenergie
erneuerbar und damit nach der Wasserkraft eine der wichtigsten
Formen der nachhaltigen Energiegewinnung in der Schweiz. Grössere
automatische Holzfeuerungen können neben der Wärmeproduktion auch
einen Beitrag zur Stromerzeugung leisten.
Holzenergie ist aber nicht gleich Holzenergie. Moderne
automatische Holzfeuerungen mit entsprechenden Filteranlagen sind
unproblematisch. Problematisch hingegen sind die
oft ineffizienten Cheminées und Cheminéeöfen, deren Zahl sich
in den letzten fünfzehn Jahren fast verdoppelt hat. Solche werden
meist nicht korrekt betrieben, was zu verstärkter Bildung von
gesundheitsschädlichem Feinstaub führen kann. Häufig wird zu viel
oder nasses Holz verwendet oder falsch angefeuert.
Auf der Webseite des Vereins Holzenergie
Schweiz finden Sie Beispiele der verschiedenen Formen des
Heizens mit Holz, vom gemütlichen Specksteinofen bis hin zur
modernen Pellet- und Schnitzelheizanlage sowie jede Menge
Wissenswertes rund ums Thema. Der Verein mit Sitz in Zürich bietet
auch individuelle Beratungen und Ausbildungen an. In vielen
Kantonen gibt es zudem Förderprogramme
für die Umstellung auf eine umweltfreundliche Holzheizanlage. Mehr
darüber erfahren Sie bei Ihrer kantonalen Energiefach-
und Energieberatungsstelle.
Wussten Sie, dass...
... beim Anfeuern im Cheminée das feine Holz auf das gröbere
Holz gelegt und dann von oben angezündet werden sollte? Damit
reduzieren Sie die Bildung von Feinstaub. Sobald noch Glut und
etwas Flammen vorhanden sind, legen Sie immer nur kleine Mengen
trockenes Holz nach.
Mehr über die Vermeidung von Feinstaub finden Sie in der
Broschüre des Bundesamtes für Energie
«Holzfeuerungen und Feinstaub - Ratgeber zur Vermeidung von
Emissionen».