Ist Wärmekraftkopplung ökologisch?
Nicht unbedingt. Zunächst einmal bedeutet
Wärmekraftkopplung WKK nur, dass Strom und Wärme gleichzeitig
produziert werden - ein Heizkraftwerk also gleichzeitig Strom
oder ein Stromkraftwerk gleichzeitig Wärme liefert. Wie
umweltfreundlich oder nachhaltig diese Methode der Energiegewinnung
ist, hängt vor allem davon ab, welche Energieträger eingesetzt
werden.
Wärmekraftkopplungsanlagen sind meist Blockheizkraftwerke, die
aus einem Verbrennungsmotor (vergleichbar mit einem
Fahrzeugmotor) und einem Generator bestehen. Die genutzte Abwärme
stammt aus der Motorenkühlung und dem Abgas. Bei grösseren
Leistungen wird mit Kombi- (oder Gas und Dampf-) Anlagen
gleich zweimal Strom erzeugt: einmal mit einer Gasturbine und ein
zweites Mal aus dem Dampf aus dem Abhitzekessel der Gasturbine.
Ökologisch sinnvoll ist dabei zunächst einmal vor allem die
maximale Nutzung der eingesetzten Ressourcen.
Vom Bund als nachhaltig gefördert wird daher die Nutzung der
WKK-Technologie in Biogas- und Klärgasanlagen sowie Kehrichtverbrennungsanlagen.
Die Fernwärme aus Kehrichtverbrennungen wird zu 50
Prozent als erneuerbar betrachtet. Denn im Kehricht sind viele
organische Abfälle enthalten. Es handelt sich somit um eine
Ergänzung zu den erneuerbaren Energien, um fossile Energieträger
(wie Erdöl, Kohle oder Erdgas) zu ersetzen.
Wussten Sie, dass...
... der CO2-Ausstoss im Bereich Gebäudebeheizung um die Hälfte
reduziert werden kann, indem der von WKK-Anlagen produzierte Strom
in Wärmepumpen eingesetzt wird? Näheres erfahren Sie beim Forschungsprogramm
Wärmepumpen, WKK, Kälte des Bundesamtes für Energie.