Wie ist eine Prozessoptimierung unseres Produktionsbetriebs anzupacken?
In Produktionsbetrieben
liegt das grosse Sparpotenzial im Prozessbereich bei den thermische
Anlagen und deren Energieversorgung. Daher werden zuerst die
grössten Energieverbraucher identifiziert und die thermischen
Produktionsprozesse analysiert. Von zentraler Bedeutung ist die
Rückgewinnung der Abwärme der Anlagen. Vereinfacht gesagt geht es
darum, die Abwärme, die in einem Betrieb anfällt, selber zu nutzen,
statt diese wegzukühlen. Als anerkannte Methode bietet sich dafür
die Pinch-Analyse an. Bei der Pinch-Analyse werden
alle aufzuheizenden und alle abzukühlenden Wärmeströme erfasst und
gesamthaft betrachtet. Durch eine massvolle Koppelung der
Wärmeströme können je nach Branche bis zu 40 Prozent eingespart
werden. Die Pinch-Analyse eignet sich besonders gut für
energieintensive, grössere Industriebetriebe. Dort amortisieren
sich die Kosten für das Erstellen einer Prozessanalyse von rund
30'000 bis 50'000 Franken meist innert Jahresfrist in Form von
reduzierten Energiekosten. Ein anschauliches Exempel, wie eine
solche Prozessanalyse funktioniert, finden Sie in der Powerpoint-Präsentation
des Bundesamtes für Energie.
Wo gibt es weitere Informationen?
Das Bundesamt für Energie hat für Firmen eine allgemeine
Einführung in die Methode, ein Handbuch zur
Pinch-Analyse sowie verschiedene branchenspezifische
Projekte zusammengestellt. Für grössere industrielle
Betriebe ist ausserdem eine Broschüre
für die Betriebsoptimierung komplexer Anlagen
erhältlich.
Mehr über die Software für die Prozessanalyse erfahren Sie auf
der Webseite von
PinCH. Die Hochschule Luzern - Technik & Architektur
hat mit der Unterstützung des Bundesamtes für Energie und der
Energie-Agentur der Wirtschaft die benutzerfreundliche Software
PinCH für die praktische Durchführung von Pinch-Analysen in der
Industrie entwickelt. Auf der Webseite der Energie-Agentur der
Wirtschaft finden Sie weitere Hintergrundinformationen wie der
Energieverbrauch einer Firma mit der Pinch-Analyse optimiert werden
kann.