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Wie ist eine Energieoptimierung unseres Produktionsbetriebs anzupacken?

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In mittleren und grossen Industrieunternehmen liegt das grosse Energiesparpotenzial bei den Produktionsanlagen insbesondere bei den thermischen Verfahren. Bei einer umfassenden Energieoptimierung werden die grössten Energieverbraucher identifiziert und die thermischen Produktionsprozesse analysiert. Dabei ist die innere Nutzung (Rückgewinnung) der Abwärme von Produktionsanlagen zentral: Betriebe mit thermischen Verfahren können so anfallende Abwärme aus Abkühlprozessen für andere Aufheizprozesse nutzen, was letztlich zu geringeren Energiekosten beiträgt.

Als erprobte Methode bietet sich dafür die Pinch-Analyse an. Bei der Pinch-Analyse werden alle aufzuheizenden und alle abzukühlenden Wärmeströme der Produktionsanlagen und Infrastruktur erfasst und gesamthaft betrachtet. Durch eine Koppelung der Wärmeströme mittels Wärmeübertrager können je nach Branche bis zu 40 Prozent thermische Energie eingespart werden. Für energieintensive Industriebetriebe amortisieren sich die Kosten für eine Pinch-Analyse dank rentabler Sparmassnahmen innert Monatsfrist. Ein anschauliches Beispiel, wie die Pinch-Methode funktioniert, finden Sie in dieser Powerpoint-Präsentation.

Das Bundesamt für Energie BFE unterstützt die Durchführung von Pinch-Analysen finanziell:

Fördergegenstände des BFE für 2013

  1. Grobanalysen zur Klärung des Sparpotenzials und Pinch-Eignung: Übernahme von maximal 60% der Gesamtkosten respektive maximal Fr. 5‘000.-
  2. Pinch-Analysen in Produktionsbetrieben mit kontinuierlichen Prozessen: Übernahme von maximal 35% der externen Ingenieurkosten
  3. Pinch-Analysen in Produktionsbetrieben mit diskontinuierlichen/Batch-Prozessen: Übernahme von maximal 60% der externen Ingenieurkosten

Förderbedingungen

Unterstützt werden ausschliesslich Analysen von Fachleuten mit anerkannter Ausbildung in der Pinch-Methodik, die mit einer offiziellen Pinch- Software arbeiten, z.B. PinCH 1.0/2.0 der HSLU.

Mit der Unterstützung ist die Abgabe eines Schlussberichts oder Schlusspräsentation der Studien-Resultate verbunden, welche u.a. auch die daraus abgeleiteten technischen Sparmassnahmen mit Schätzung der Investitionskosten und Energiekosteneinsparung umfasst. Der BFE-Beitrag wird ausschliesslich an das ausführende Unternehmen ausbezahlt.

Anfragen sind zu richten an: Martin Stettler