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Energiestädte denken global und handeln lokal

26.10.2015
Die 373 Schweizer Energiestädte nutzen Energie effizient und fördern erneuerbare Energien. Damit übernehmen sie Verantwortung für ihre Bevölkerung und für kommende Generationen. Eine heute startende Plakatkampagne soll das Label Energiestadt auch in der Öffentlichkeit bekannter machen.

«Global denken und lokal handeln» ist der Leitspruch der 1992 in Rio de Janeiro beschlossenen Lokalen Agenda 21 für eine nachhaltige Entwicklung. «Für Energiestädte ist das selbstverständlich», sagt Barbara Schwickert, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt. Bereits seit 1991 vergibt der Verein das Label. Es ist das wichtigste Werkzeug für Gemeinden, um ihre Energiepolitik systematisch zu planen und den Energieverbrauch langfristig zu senken. Inzwischen haben 373 Gemeinden das Label Energiestadt erhalten. «Ob es gelingt, die energiepolitischen Ziele der Agenda 21 zu erreichen und damit den Klimaschutz zu verbessern, hängt massgeblich von den Gemeinden ab. Die Energiestädte sind hier Vorbilder», betont Barbara Schwickert.

Die nationale Plakatkampagne von EnergieSchweiz macht auf diese grossen Leistungen aufmerksam und soll die Bekanntheit des Labels «Energiestadt» in der breiten Öffentlichkeit steigern. Sie motiviert zudem Bewohnerinnen und Bewohner auf spielerische Weise, sich mit den Zielen ihrer Energiestadt zu identifizieren und mit Energie sparsam umzugehen. Und sie ermutigt Behörden, Unternehmen und Energiefachleute zu weiterem Engagement. Wie die ausdrucksstarken Kampagnenvisuals entstanden sind, zeigt das Making-Of:

Zum Kampagnenstart wird ausserdem die Website www.energiestadt.info lanciert, auf welcher Testimonials Einblick in die Arbeit von Energiestädten geben: Lumino TI versorgt die öffentliche Infrastruktur mit selbst produziertem Solarstrom. Köniz BE baut sämtliche Verwaltungsgebäude, Kindergärten und Schulen mindestens nach Minergie-Standard. Thayngen SH stellt die Strassenbeleuchtung auf LED-Lampen um. Lausanne beheizt 1300 Gebäude mit Fernwärme aus Abfällen. Andermatt UR hat im ganzen Dorfkern Tempo 30 eingeführt. Dies sind nur fünf von Tausenden von umgesetzten Massnahmen.

Energiestädte zeigen, wie sich mit verantwortungsbewusstem Handeln das Klima schützen und die Lebensqualität verbessern lässt. Ein gutes Beispiel für die Ländervertretungen an der Weltklimakonferenz (COP 21) von Ende November 2015 in Paris.