Neuer Ratgeber «Heizen und Kühlen mit Abwasser»

23.11.2016

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Ein Drittel der Endenergie wird in der Schweiz für Raumheizung und Warmwasser benötigt, was hohe CO2-Emissionen verursacht. Um diese zu senken, sind einerseits Massnahmen an der Gebäudehülle sinnvoll, andererseits lohnt es sich, vermehrt erneuerbare Energie und Abwärme zu nutzen, um den Wärmebedarf zu decken.

Die Technologie der Abwasserwärmenutzung ist nicht neu, im In- und Ausland sind Anlagen seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb und haben sich bewährt. Der technische Fortschritt erweitert laufend die Einsatzgrenzen und macht das Verfahren für immer kleinere Einheiten interessant. Seit Kurzem kann sogar im eigenen Badezimmer die Energie aus dem Duschwasser zurückgewonnen werden.

Das wirtschaftliche Potenzial der Abwasserwärme in der Schweiz wird langfristig auf zwei Terawattstunden pro Jahr geschätzt. Damit könnten rund 150'000 Haushalte mit Wärme beliefert werden. Neben einer Wärmenutzung besteht zudem die Möglichkeit, mit dem gleichen System das Gebäude im Sommer zu kühlen.

Abwasserwärme ist ökologisch und gilt als CO2-neutral. Es handelt sich dabei um saubere Energie aus der Region, welche vor Ort nutzbar ist. Gerade bei der heutigen Minergie-Bauweise stellt das Abwasser das letzte grosse Wärmeleck im Gebäude dar und kann so geschlossen werden.

Mehr über Anwendungsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit & Finanzierung sowie vieles mehr erfahren Sie in der Broschüre «Heizen und Kühlen mit Abwasser».

Die Wärmerückgewinnung kann im Gebäude selbst, in der Kanalisation oder auf der Kläranlage erfolgen. Sie läuft in der Regel mithilfe der Hauptkomponenten 1 – 4 folgendermassen ab:

  1. Wärmetauscher
  2. Wärmepumpe
  3. Heizkessel
  4. Wärmenetz

Prinzip der Abwasserwärmennutzung mit Hauptkomponenten (1 – 4) am Beispiel der Wärmeentnahme in der Kanalisation.