Zu Fuss in der Stadt

26.6.2020

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Wer zu Fuss geht schont die Umwelt und bringt Bewegung in seinen Alltag. Doch nicht in allen Schweizern Städten ist es gleich angenehm, zu Fuss unterwegs zu sein. Die Initianten des Projekts «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» vergleichen die Fussgägerfreundlichkeit von 16 Schweizer Städten. Die Resultate zeigen grosse Unterschiede und Handlungsbedarf.

Das Projekte «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» vergleicht die Fussgängersituation in den folgenden 16 Schweizer Städten: Aarau, Basel, Bellinzona, Bern, Biel, Chur, Genf, Lausanne, Locarno, Lugano, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Winterthur, Zug und Zürich. Das Projekt bewertet die Fussgängerfreundlichkeit der Städte aus drei verschiedenen Perspektiven: Die Kombination von einer Begehung vor Ort (Fussverkehrstest), einer Bevölkerungsbefragung zu der Zufriedenheit (Umfrage) und der Bewertung der städtischen Aktivitäten zur Förderung des Fussverkehrs (Planungspraxis) zeichnet ein ganzheitliches Bild der Fussgängersituation in den Städten.

 

Fünf Handlungsempfehlung für mehr Fussgängerfreundlichkeit

Die Resultate zeigen, dass alle Städte in der Untersuchung grosses Verbesserungspotential haben. Trotzdem prämiert das Projekt fünf Städte mit der «goldenen Schuhbürste». Aarau schneidet bei der Bewertung der Infrastruktur am besten ab, Chur bei der Zufriedenheit und Basel bei der Planungspraxis. Neuenburg ist die fussgängerfreundlichste Stadt in der Romandie und Bellinzona erreicht im Quervergleich der Tessiner Städte die höchste Punktzahl. Insgesamt erreicht Basel mit 68% aller erfüllten Anforderungen den höchsten Wert aller untersuchten Städte.  Für die Verbesserung der Fussgängerfreundlichkeit in allen Schweizer Städten formuliert das Projektteam fünf konkrete Handlungsempfehlungen:

 

  1. Städte sollten mehr Platz für den Fussverkehr schaffen in dem sie Trottoirs verbreitern und der Schweizer Norm anpassen.
  2. In den Städten sollten mehr Fussgänger- und Begegnungszonen schaffen und auf dem übrigen Strassennetz das Tempo reduzieren, um das Unfallrisiko zu verringern.
  3. Um die Fussgängerzufriedenheit zu steigern, sollten Städte die Wartezeit an den Ampeln verkürzen.
  4. Für den Fuss- und den Veloverkehr sollten Städte getrennte Infrastruktur einrichten, die den spezifischen Bedürfnissen der Gruppen entsprechen.
  5. Um die Bedürfnisse und Probleme im Fussverkehr schneller und besser zu erkennen sollten Städte die Fachstelle Fussverkehr besser dotieren.

 

Die Förderung von Fussverkehr hat für Städte und Privatpersonen verschiedene Vorteile. Fussverkehr ist leise, platz- und energiesparend, fördert die Gesundheit der Bevölkerung und schont das Klima. Die Projektverantwortlichen hoffen, dass ihre Untersuchung neue Impulse setzt bei der Planung von Fussgängerzonen und –wegen in Städten.

Das Projekt wurde von umverkehR, Fussverkehr Schweiz und die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) getragen und von EnergieSchweiz unterstützt. Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.


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