Die Rolle von Immobilienbewirtschaftenden bei energetischen Erneuerungen im Stockwerkeigentum

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Aufgrund der Altersstruktur der Gebäude im Stockwerkeigentum (STWE) wird deren Erneuerungsbedarf in den nächsten Jahren zunehmen. Mit der finanziellen Unterstützung von EnergieSchweiz haben die Hochschule Luzern – Wirtschaft und die Firma Amstein + Walthert eine Forschungsarbeit zur Rolle von Immobilienbewirtschaftenden bei energetischen Erneuerungen im Stockwerkeigentum ausgeführt. Die Empfehlungen stehen den Immobilienbewirtschaftenden in Form eines Leitfadens zur Verfügung. Untenstehend sind die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Wie wird heute im STWE saniert?

Eine verbreitete Vorgehensweise bei Sanierungen im STWE beginnt mit einer Grobplanung der anstehenden Sanierungen. Die Sanierung wird jedoch erst dann im Detail geplant und durchgeführt, wenn ein Schadensfall vorliegt oder dieser in naher Zukunft zu erwarten ist. Die Lebensdauer der Bauteile wird maximal ausgereizt. Diese Vorgehensweise hat hohe Akzeptanz unter den STWEG, welche keinen Sanierungsstau im STWE sehen, sondern mit dem Zeitpunkt der Sanierung grossmehrheitlich zufrieden sind. Das Ausreizen der Lebensdauer hat zur Folge, dass im Schadensfall wenig Zeit besteht, um Optionen (z.B. energetischer Art) abzuklären oder eine Gesamterneuerung zu planen. Im Gegensatz zu den STWEG würden Verwaltungen oft einen früheren Sanierungszeitpunkt vorziehen.

Welche Rolle kommt den BewirtschafterInnen zu?

Bei der Planung und Durchführung von Erneuerungsmassnahmen kommen BewirtschafterInnen der Stockwerkeigentümerschaften (STWEG) eine zentrale Funktion zu. Bei über 80 Prozent der Verwaltungen sind die baulich-technische Bewirtschaftung und die Planung der Sanierungsarbeit Teil ihres Dienstleistungsangebots. Aus Sicht der BewirtschafterInnen wird eine gute Informationsarbeit mit den STWEG als der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Planung und Durchführung einer Sanierung betrachtet. Fachliche Aspekte wie baulich-technisches Fachwissen oder der Beizug von Fachpersonen wird ebenfalls als relevant, aber weniger wichtig eingeschätzt.

Ein Leitfaden für die Immobilienbewirtschaftung

Die Forschenden haben zusammen mit ExpertInnen aus der Immobilienbewirtschaftung und dem Energiebereich einen Leitfaden entwickelt. Dieser gibt konkrete Ratschläge mit praktischen Tipps, wie Erneuerungsprozesse durch die BewirtschafterInnen erfolgreich begleitet werden können.

Eine Zusammenfassung der Arbeit kann hier heruntergeladen werden. Der vollständige Bericht ist hier verfügbar.

Die Rolle von Immobilienbewirtschaftenden bei energetischen Erneuerungen im Stockwerkeigentum

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Aufgrund der Altersstruktur der Gebäude im Stockwerkeigentum (STWE) wird deren Erneuerungsbedarf in den nächsten Jahren zunehmen. Mit der finanziellen Unterstützung von EnergieSchweiz haben die Hochschule Luzern – Wirtschaft und die Firma Amstein + Walthert eine Forschungsarbeit zur Rolle von Immobilienbewirtschaftenden bei energetischen Erneuerungen im Stockwerkeigentum ausgeführt. Die Empfehlungen stehen den Immobilienbewirtschaftenden in Form eines Leitfadens zur Verfügung. Untenstehend sind die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Wie wird heute im STWE saniert?

Eine verbreitete Vorgehensweise bei Sanierungen im STWE beginnt mit einer Grobplanung der anstehenden Sanierungen. Die Sanierung wird jedoch erst dann im Detail geplant und durchgeführt, wenn ein Schadensfall vorliegt oder dieser in naher Zukunft zu erwarten ist. Die Lebensdauer der Bauteile wird maximal ausgereizt. Diese Vorgehensweise hat hohe Akzeptanz unter den STWEG, welche keinen Sanierungsstau im STWE sehen, sondern mit dem Zeitpunkt der Sanierung grossmehrheitlich zufrieden sind. Das Ausreizen der Lebensdauer hat zur Folge, dass im Schadensfall wenig Zeit besteht, um Optionen (z.B. energetischer Art) abzuklären oder eine Gesamterneuerung zu planen. Im Gegensatz zu den STWEG würden Verwaltungen oft einen früheren Sanierungszeitpunkt vorziehen.

Welche Rolle kommt den BewirtschafterInnen zu?

Bei der Planung und Durchführung von Erneuerungsmassnahmen kommen BewirtschafterInnen der Stockwerkeigentümerschaften (STWEG) eine zentrale Funktion zu. Bei über 80 Prozent der Verwaltungen sind die baulich-technische Bewirtschaftung und die Planung der Sanierungsarbeit Teil ihres Dienstleistungsangebots. Aus Sicht der BewirtschafterInnen wird eine gute Informationsarbeit mit den STWEG als der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Planung und Durchführung einer Sanierung betrachtet. Fachliche Aspekte wie baulich-technisches Fachwissen oder der Beizug von Fachpersonen wird ebenfalls als relevant, aber weniger wichtig eingeschätzt.

Ein Leitfaden für die Immobilienbewirtschaftung

Die Forschenden haben zusammen mit ExpertInnen aus der Immobilienbewirtschaftung und dem Energiebereich einen Leitfaden entwickelt. Dieser gibt konkrete Ratschläge mit praktischen Tipps, wie Erneuerungsprozesse durch die BewirtschafterInnen erfolgreich begleitet werden können.

Eine Zusammenfassung der Arbeit kann hier heruntergeladen werden. Der vollständige Bericht ist hier verfügbar.