Energetische Haussanierung

Über eine Mio. Häuser sind nicht oder kaum gedämmt und damit energetisch dringend sanierungsbedürftig. Die Sanierung eines Hauses bietet aber grosse Chancen: Mit der Energieeffizienzsteigerung und durch den Ersatz fossiler mit erneuerbarer Energien werden Energiekosten eingespart. Die baulichen Massnahmen erhöhen den Wohnkomfort (z.B. erhöhter Schallschutz) und ermöglichen zudem die Anpassung des Wohnraums an neue Lebenssituationen. Entscheidend für eine erfolgreiche Sanierung ist eine gute Planung, die mit Hilfe des Erneuerungskonzeptes erzielt wird.

Das Erneuerungskonzept

Am Anfang einer jeden Renovation steht das Erneuerungskonzept. In der Schweiz werden 80% der Gebäude in Etappen renoviert. Damit solche Erneuerungen nachhaltig und effizient realisiert werden können, ist ein langfristiges Konzept, dass auch spätere Etappen umfasst, unverzichtbar. Wichtig sind die Einschätzung des Gebäudes und die Festlegung von Zielen, die mit der Sanierung der Liegenschaft verfolgt werden sollen. Wie ist der bauliche und energetische Zustand des Gebäudes? Welchen Nutzungsansprüchen muss das Gebäude in den nächsten fünfzehn Jahren genügen? Als Basis für den finanziellen Aufwand und Handlungsmöglichkeiten bei der Erneuerung ist der GEAK Plus mit Beratungsbericht hilfreich. Für hochwertige energetische Erneuerungen ist es zudem empfehlenswert die Systemerneuerung vom Gebäudestandard Minergie in Betracht zu ziehen. Diese lässt sich auch einfach mit einem GEAK Plus kombinieren.

Ratgeber für eine erfolgreiche Sanierung

Nach der Erstellung des Erneuerungskonzepts kann die Sanierung gestartet und mit gezielten Massnahmen, wie z.B. Erneuerung der Fassade, der Energieverbrauch reduziert werden. Mehr Informationen für eine erfolgreiche Sanierung finden Sie in den folgenden Broschüren:

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie unsere Infoline.

Möchten Sie sich inspirieren lassen? Das Tool «aus alt mach neu!» zeigt die Vorteile einer energetischen Sanierung in Bildern und gibt Auskunft über Motivation, bauliche Massnahmen, Energieeinsparungen sowie die Wirtschaftlichkeit.

 

Richtig Lüften, die Heizung ausserhalb der Heizperiode ausschalten, die Radiatoren vor Gegenstände und Vorhänge freistellen und das Einbauen und/oder Kontrollieren von Thermostatventile: Allein durch die richtige Einstellung und Wartung der Heizungsanlage ist eine Energieeinsparung von 5–10 Prozent möglich. Die Broschüre «Smart Heizen» zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Heizung mit wenigen Handgriffen in ein «smartes» System umwandeln können.

Mit dem Ersatz der Fenster können 5–10 Prozent des Gesamtenergieverbrauches eingespart werden. Bei der Auswahl eines guten Fensters hilft die Energieetikette für Fenster. Sie berücksichtigt neben dem Wärmeverlust auch den solaren Energiegewinn und zeigt Ihnen die Effizienz des Fensters auf einen Blick.

Bei vor 1975 gebauten Häusern fehlt in der Regel eine Wärmedämmschicht. Der schlechte Wärmeschutz und die zu geringe rauminterne Luftzirkulation führt häufig zu Oberflächenkondensat, welches Schimmelpilzwachstum zur Folge haben kann. Mit Hilfe einer Dämmschicht, die in der Regel aussen auf die Fassade angelegt wird, kann der Wärmeschutz gesteigert und 10–20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs eingespart werden.

Der Wärmeverlust durch die Kellerräume ist grösser als gemeinhin angenommen. Viele Kellerräume werden über angrenzende Wohnräume mitbeheizt, obwohl dies von der Nutzung her nicht notwendig ist. Mit einer klaren Trennung von beheiztem und unbeheiztem Volumen können diese Wärmeverluste stark reduziert werden.

Energieverluste im Dachraum haben meist zwei Gründe: Entweder ist die Isolation g des Estrichbodens oder die Dämmung des Daches ungenügend. Mit der Isolierung von Dach oder Estrichboden können 10–20 Prozent des Gesamtenergieverbrauches eingespart werden. Entscheidet man sich für eine Dachsanierung  ist dies die ideale Gelegenheit für den Einbau einer Solaranlage und die Nutzung von Solarthermie.

Ein Heizungsersatz bietet die Chance, vermehrt erneuerbare Energieträger für die Bereitstellung von Heizwärme und für die Produktion von Warmwasser zu nutzen und/oder weitere Massnahmen umzusetzen, um den Energieverbrauch zu senken. Folgende unterschiedliche Heizungssysteme und Energieträger sind bei einer Sanierung zu empfehlen: Fernwärme, Holzheizung, Wärmepumpe, und Solaranlagen.

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen fördert energetische Sanierungen, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Abwärmenutzung und die Optimierung der Gebäudetechnik. Beantragen Sie das Fördergeld, sobald ein detailliertes Sanierungskonzept vorliegt. Wichtig ist, dass Sie das Fördergesuch vor Baubeginn einreichen. Neben dem Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen gibt es weitere interessante Förderangebote. Weitere Informationen finden Sie unter www.dasgebaeudeprogramm.ch.


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