Mit den folgenden Infos und Tipps kommen Sie gut durch den Winter. Elektroautos verbrauchen in der kalten Jahreszeit durchschnittlich 10 bis 30% mehr Energie als in der warmen Jahreszeit. Bei Minustemperaturen auf der Kurz- oder Pendlerstrecke kann der Verbrauch auch um 50% ansteigen. Elektroautos haben im Winter aber auch klare Vorteile.
Mit diesen Vorteilen punkten Elektroautos im Winter
1. Zuverlässiger Start Der Elektromotor springt sofort an, auch bei Minustemperaturen. Denn im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren benötigen Elektroautos keinen flüssigen Kraftstoff und kein Öl, das bei Kälte dickflüssig werden kann. 2. Vortemperieren via App Bei vielen Elektroautos können Sie den Innenraum und die Batterie über eine App vorwärmen. Durch das Vorwärmen der Batterie optimieren Sie die Reichweite. Bei vielen Modellen können Sie zudem die elektrisch beheizte Frontscheibe bequem via App enteisen – und sich so das mühsame Eiskratzen ersparen. 3. Schnelle und effiziente Heizung Elektroautos verwenden elektrische Systeme (Wärmepumpen oder Heizwiderstände), um den Innenraum zu beheizen. Dies sorgt für sofortigen Komfort und Sie müssen nicht warten, bis der Motor warmgelaufen ist. 4. Weniger kälteempfindliche Teile Der Elektromotor hat keine Zündkerzen, Kraftstofffilter oder Einspritzsysteme, die im Winter Probleme verursachen können. Dadurch ist das Risiko von Pannen durch Frost gering.
Fröstelnde Elektroautos? Ein Blick nach Norwegen macht klar, dass Elektroautos auch bei niedrigen Temperaturen absolut alltagstauglich sind. In den ersten acht Monaten 2025 lag der Anteil an neu zugelassenen Elektroautos in Norwegen bei 94,5% (einschliesslich des geringen Anteils von Plug-in-Hybriden).
Warum verlieren Elektroautos im Winter an Reichweite?
Die Umgebungstemperatur hat einen Einfluss auf die Reichweite. Bei niedrigen Temperaturen kommen nämlich mehrere ungünstige Faktoren zusammen, die zu einem deutlich höheren Energieverbrauch von Elektroautos führen.
Gut zu wissen im Winter
8 Tipps für Elektroautos im Winter
1. Zu Hause vorheizen Das Aufheizen eines unterkühlten Autos braucht mehr Strom als das Halten der Temperatur danach. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie deshalb den Innenraum Ihres Fahrzeugs etwa 15 Minuten vor der Abfahrt zu Hause vorheizen, während es noch an der Wallbox angeschlossen ist. So fahren Sie mit voller Batterie los und benötigen unterwegs weniger Energie.
2. Setzen Sie auf Komfort statt auf Überheizen Nutzen Sie bevorzugt die Sitz- und Lenkradheizung. Dies ermöglicht einen perfekten Komfort, selbst wenn die Heizung nur auf 17 oder 18 °C eingestellt ist. Der Strombedarf der Luftheizung beträgt das Zehn- bis Dreissigfache dessen, was für das Temperieren von Sitz und Lenkrad benötigt wird. 3. Elektroauto warm einparken Parkieren Sie Ihr Elektroauto, wenn möglich, in der Garage oder in der Sonne. Wenn Sie keine Garage haben, decken Sie Ihr Elektroauto ab, um ein extremes Auskühlen zu vermeiden. So wird weniger Energie für die Temperierung der Batterie und des Innenraums benötigt. Und Sie gewinnen die gesparte Energie an Reichweite dazu. 4. Kleinere Felgen für Winterräder Kleinere Räder sparen Energie. Pro Rad wiegen 18-Zöller rund fünf Kilo mehr als 15-Zöller – dieses Gewicht muss bei jedem Anfahren immer wieder aufs Neue beschleunigt werden. Dazu kommt bei kleineren Reifen ein geringerer Rollwiderstand, weil beim Fahren auch der Luftwiderstand sinkt – bei 30 Millimetern Breitenzuwachs um etwa 6%. Und je kleiner die Fläche des Reifens ist, desto grösser ist die Kraft, die der Reifen auf die Schneedecke ausübt.
Wussten Sie, dass es auch für Reifen eine Etikette gibt, welche die Energieeffizienzklasse anzeigt? Die EU-Reifenetikette informiert Sie über die Eigenschaften der neuen Autoreifen beim Bremsen auf nasser Fahrbahn, über die Schnee- und Eishaftung, den Lärm beim Abrollen sowie den Rollwiderstand und den damit verbundenen Energieverbrauch.
Winterreifen-Test: Der TCS hat mehr als 160 Reifen für Sie getestet. Hier geht’s zu den Ergebnissen des Winterreifen-Tests 2025. Die Details zu den 19 Testkriterien finden Sie im Ratgeber Winterreifen 2025 5. Kurze Fahrten mit voller Heizung vermeiden Vermeiden Sie im Winter kurze Fahrten mit langen Standzeiten dazwischen. Denn wenn der Innenraum und die Batterie abkühlen, muss für die Rückfahrt erneut aufgeheizt werden. 6. Eco-Modus beim Fahren nutzen Ein kleiner Tempoverzicht bewirkt schon viel. Bereits 110 anstatt 120 km/h verringern den Luftwiderstand des Elektroautos um 15%. Zudem optimiert der Eco-Modus den Verbrauch aller On-Board-Systeme. 7. Schnellladen, wenn die Batterie bereits warm ist Zum Schnellladen muss die Elektroauto-Batterie auf Betriebstemperatur sein. Sie laden also effizienter, wenn Sie das Auto gleich nach der Fahrt an der Schnellladestation laden und nicht morgens direkt vor der Fahrt, wenn es ausgekühlt ist. 8. Wärmepumpe für Elektroautos Wärmepumpen sind nicht nur beim Hausbau im Trend, sondern auch bei Elektroautos. Immer mehr Hersteller bieten sie als Extra an. Das Fahrzeug zieht dann Wärmeenergie aus der Umgebungsluft, um den Fahrgastraum zu heizen. Wenn Sie regelmässig lange Strecken fahren und bei eiskalten Nächten nicht in der Garage parken, kann eine Wärmepumpe attraktiv sein. Und natürlich auch dann, wenn Sie an einer etwas höheren Reichweite interessiert sind – bereits 15 bis 20 Kilometer können einen Unterschied machen.
Mehr Tipps:Fahren mit tieferen Gesamtkosten (TCO)


















