Freiburg entwickelt Klimaplan und Nachhaltigkeitsstrategie koordiniert. Die Stadt mit 38'000 Einwohnenden nutzt partizipative Strukturen, um Verwaltung, Bevölkerung und Unternehmen einzubinden.

Freiburg erarbeitet parallel einen Klimaplan und eine Nachhaltigkeitsstrategie. Beide Strategien verfolgen ähnliche Ziele und beeinflussen sich gegenseitig. Die Stadt stellt mit dem Strategieprojekt sicher, dass beide koordiniert entwickelt und umgesetzt werden.
Die beiden Strategien sind in zwei verschiedenen Ämtern angesiedelt. In der Verwaltung fehlt ein gemeinsames Verständnis von Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung – dieses muss erst geschaffen werden. Beide Strategien sollen pragmatische Werkzeuge für die Erreichung der Nachhaltigkeits- und Klimaziele liefern. Damit das gelingt, müssen auch beide verantwortlichen Ämter hinter den Zielen stehen.
Das Projektteam diskutiert Massnahmen und Ziele direkt mit den betroffenen Ämtern. Dieser Bottom-up-Ansatz schafft einen gemeinsamen Rahmen. Übergreifende Arbeitsgruppen verknüpfen die Arbeitsprozesse. Das Team erstellt Werkzeuge, mit denen die Verwaltung die Strategien unterstützt, überprüft und anpasst. Partizipative Strukturen binden Bevölkerung, Vereine und Unternehmen ein.
Die Klimaschutzziele enthalten konkrete Verantwortlichkeiten: Netto Null bis 2047 und 50 Prozent weniger Emissionen bis 2030. Die Strategie zur nachhaltigen Stadtentwicklung wurde amtsübergreifend bewilligt. Sie enthält einen Beurteilungsrahmen, der Projekte auf Nachhaltigkeit prüft. Kommunikationsmassnahmen wie eine Klimaexpo und Videokapseln sensibilisieren die Bevölkerung.
Für eine nachhaltige, bereichsübergreifende und partizipative Umsetzung der Klimastrategie.
Die Abwasserreinigungsanlage Les Neigles (ARA) soll künftig dabei helfen, mehr Fernwärme zu produzieren. Eine neue Anlage zur Behandlung von Mikroverunreinigungen ermöglicht lokale Energie-Erzeugung. So soll Wärme aus Abwasser zurückgewonnen werden, um ein Quartier mit 10'000 Einwohnenden zu versorgen. Photovoltaik, eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage für die Biogasanlage und Ladestationen für den städtischen Fuhrpark sind ebenfalls denkbar.
Freiburg will eine Beobachtungsstation etablieren, die Umwelt- und Klimaqualität misst. Ein Monitoringsystem soll die Wirkung von Klimamassnahmen bewerten. Ein neues Messsystem plant die Stadt, um zu überwachen, wie nachhaltig bewilligte Budgets eingesetzt werden. Zusammen sollen diese Instrumente die effiziente und koordinierte Umsetzung gewährleisten.
Freiburg plant ein Klima- und Nachhaltigkeitslabor als kollaborative Plattform. Das Labor verbindet die verschiedenen Departemente mit ihren unterschiedlichen Zielgruppen. Teilnehmende können Umsetzungsvarianten testen, mitgestalten und bewerten, bevor sie stadtweit verwendet werden. Die erste Version beschäftigt sich den Themen Energiesparen und Nachhaltigkeit in Haushalten. Interessierte Haushalte werden über mehrere Monate betreut. Erfolgreiche Lösungen übernimmt die Stadt in ihr Förderprogramm.
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