St.Gallen verbindet Digitalisierung mit Nachhaltigkeit. Die Stadt stimmt Smart-City-Strategie, Energie- und Umwelt-Konzept aufeinander ab. Zwei innovative Projekte treiben E-Mobilität und Photovoltaik voran.

Die Stadt St.Gallen mit rund 80'000 Einwohnenden steht vor einer Herausforderung: Smart-City-Strategie sowie Energie- und Umwelt-Konzept überschneiden sich inhaltlich. Mehrere Fachstellen sind involviert. Die Zusammenarbeit ist punktuell, aber nicht im Arbeitsalltag etabliert.
Ein Stadtrats-Beschluss gibt die Stossrichtung vor: Smart City und Nachhaltigkeit zusammenführen. Der Smart City Lenkungsausschuss wird gegründet. Die Stadtverwaltung soll Projekte und eine Roadmap erarbeiten.
Die Herausforderungen sind vielfältig: Befürchtungen über Mehraufwand, Hierarchien innerhalb der Verwaltung und Stadtwerke, technische Sprache versus Verwaltungs-Sprache. Die Finanzierung des Mehraufwands durch Zusammenarbeit ist unklar.
Rund zehn Personen aus den Fachstellen Umwelt und Energie, der Programmleitung Smart City und der St.Galler Stadtwerke diskutieren in Workshops. Sie stimmen thematische und methodische Schnittstellen ab. Der Massnahmen-Katalog wird systematisch koordiniert.
Durch Erfahrungs-Austausche finden sie eine gemeinsame Sprache. Sie lernen voneinander und nutzen die Kompetenzen der Gegenseite. Neue Prozesse werden zwischen Fachstellen und Gremien definiert. Die Fördergelder von EnergieSchweiz helfen, den Mehraufwand zu decken.
Die Ergebnisse werden in bestehenden Gremien präsentiert und diskutiert. Diese Gremien helfen, Themen bereichsübergreifend zu platzieren und Hierarchien aufzubrechen.
Die thematischen Überschneidungen sind analysiert. Die Massnahmen der drei Strategien sind aufeinander abgestimmt. Die Smart-City-Strategie wird überarbeitet. Der Smart City Lenkungsausschuss entwickelt sich zum stadtweiten Innovations-Gremium.
Die internen Prozesse sind angepasst. Bei jedem digitalen Vorhaben wird der Lenkungsausschuss involviert. Projekte werden integraler gedacht und besser vernetzt. Das Smart-City-Team unterstützt andere Abteilungen mit klassischen Methoden: Partizipation, Digitalisierung, Datennutzung.
Auch bei künftigen Projekten wollen wir bereichsübergreifend zusammenarbeiten.
St.Gallen treibt die Elektro-Mobilität voran. In einem Pilotprojekt werden Lade-Stationen direkt im Quartier installiert. Ziel ist es, das Ladenetz für Elektro-Fahrzeuge flächendeckend auszubauen. Die Stadt testet verschiedene Standorte und Betreiber-Modelle. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die stadtweite Lade-Infrastruktur-Strategie ein.
St.Gallen nutzt künstliche Intelligenz für die Energie-Planung. Mit Deep Learning erstellt die Stadt Prognosen zum Photovoltaik-Potenzial. Das System analysiert Gebäude-Daten, Dach-Flächen und Sonneneinstrahlung. So identifiziert St.Gallen prioritäre Standorte für neue Solaranlagen. Die Prognosen helfen, den Ausbau der Photovoltaik gezielt voranzutreiben.
Die bisherigen Front-Runner-Gemeinden geben ihre wichtigsten Erkenntnisse weiter.
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