Lokale Strategien zur Förderung des Veloverkehrs

Schweizer Gemeinden zeigen eindrücklich, wie lokale Initiativen den Veloverkehr stärken und nachhaltige Mobilität fördern. Die Beispiele machen sichtbar, wie Daten, Planung und konkrete Massnahmen das Velofahren sicherer und attraktiver machen – und das Velo zur echten Alternative im Alltag wird.

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Viele Schweizer Gemeinden engagieren sich aktiv für nachhaltige Mobilität und setzen strukturierte Planungsprozesse für den Veloverkehr um, z. B. in Form von Masterplänen Velo, Velokonzepten oder strategischen Projekten für den Langsamverkehr. Diese Initiativen zeigen, wie Sicherheit, Komfort und Attraktivität des Velos konkret verbessert werden können, um den Anteil umweltfreundlicher Wege zu erhöhen und den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren.

Burgdorf: Netzwiderstandskataster Langsamverkehr

Einige Gemeinden setzen vor allem auf analytische Ansätze, die eine wesentliche Grundlage für eine kohärente und langfristige Planung darstellen. In Burgdorf wurde ein Netzwiderstandskataster erstellt, um problematische Stellen im Wegnetz für Fuss- und Veloverkehr systematisch zu erfassen, zu dokumentieren und Massnahmen zu deren Behebung zu planen. Dieses Instrument stärkt eine bereits ambitionierte Politik für nachhaltige Mobilität und ermöglicht eine bessere Priorisierung der Massnahmen zur Förderung des Langsamverkehrs.

Dübendorf und Wallisellen: Datennutzung für die kommunale Veloplanung

In Dübendorf und Wallisellen ermöglicht die Analyse automatisch erfasster GPS-Daten, die tatsächlich von Velofahrenden genutzten Routen mit den geplanten Strecken zu vergleichen. Diese Analysen bilden eine solide Grundlage, um bestehende Netze anzupassen, Investitionen dort zu priorisieren, wo der Veloverkehr am stärksten ist, und Risikozonen präzise zu identifizieren. So wird die Wirksamkeit der geplanten Massnahmen in den Velokonzepten deutlich verbessert.

Wald (ZH): Velokonzept

Die Gemeinde Wald (ZH) hat ein Velokonzept entwickelt, um den Langsamverkehr zu fördern und eine glaubwürdige Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu bieten. Die Bedingungen für den Veloverkehr wurden verbessert, die Sichtbarkeit des bestehenden Netzes erhöht und die Beschilderung optimiert. Das Konzept ermöglicht auch die Bewertung des Netzes, die Identifikation von Schwachstellen und die Umsetzung konkreter Massnahmen, um das Velofahren sicherer und attraktiver zu machen.

UNESCO-Biosphäre Entlebuch: Konzept und Aufbau eines E-Bike-Verleihsystems

In der UNESCO-Biosphäre Entlebuch liegt der Fokus auf der Förderung von E-Bikes durch die Einrichtung eines Verleihsystems und Ladestationen für Einheimische und Touristen. Dieses Angebot trägt zur Verringerung des Autoeinsatzes bei und stärkt gleichzeitig die touristische Attraktivität der Region. Zudem sensibilisiert es ein breites Publikum für nachhaltige Mobilitätsmöglichkeiten und bildet eine Grundlage zur Entwicklung neuer umweltfreundlicher Mobilitätsformen.

Collina d’Oro: Förderung des Veloverkehrs

In Collina d’Oro zielt der Veloverkehrsplan (PMC) darauf ab, den Veloverkehrsanteil zu erhöhen, insbesondere durch die Förderung von E-Bikes im Alltagsverkehr, auch zum Bahnhof Lugano. Ziel ist es, eine glaubwürdige Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu bieten und das E-Bike als effiziente, lokal angepasste Lösung für Alltags- und Freizeitwege von Einwohnern und Touristen zu stärken.

Chur: Neue Velopendlerroute zwischen Chur West und Stadtzentrum

In Chur wird nach einer Untersuchung möglicher Routen eine neue Veloverbindung zwischen dem westlichen Stadtteil und dem Stadtzentrum für Pendler geschaffen. Ziel ist es, eine sichere und durchgehende Strecke anzubieten, den Wechsel vom motorisierten Verkehr zum Velo zu fördern und so den Langsamverkehr im Alltag zu stärken.

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