EnergieSchweiz

Umweltfreundliche Mobilität in Gemeinden umsetzen

Gemeinden gestalten Mobilität aktiv mit – durch Rahmenbedingungen, Anreize und Beratung. EnergieSchweiz empfiehlt das 4V-Modell, um CO₂ zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen.

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Das müssen Sie wissen

Die wichtigsten Fakten zu nachhaltiger Mobilität in Gemeinden:

Vielfältige Einflussmöglichkeiten

Gemeinden gestalten Rahmenbedingungen mit, setzen Anreize, beraten die Bevölkerung und fungieren als Vorbild.

4 Handlungsfelder

Geteilte Mobilität, Mikro-Mobilität, E-Mobilität sowie Parkierung und Areale bieten konkrete Ansatzpunkte.

Massgeschneiderte Ansätze

Erfolgreiche Mobilitäts-Konzepte sind auf die spezifischen Gegebenheiten der Gemeinde zugeschnitten.

Partizipative Umsetzung

Die Beteiligung der Bevölkerung ist entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg der Massnahmen.

«Umweltfreundlich» kann vieles bedeuten. Daher gibt es auch verschiedene Ansatzpunkte auf dem Weg dorthin. Das 4V-Modell zeigt vier Handlungspunkte auf.

  • Vermeiden oder Verkürzen von zurückgelegten Wegen, beispielsweise durch Home-Office oder Co-Working-Büros.

  • Verlagern von Verkehrsströmen von einem Verkehrsmittel auf ein energieeffizienteres, in der Regel vom Auto zum ÖV oder dem Velo. Zudem sind diese Verkehrsmittel platzsparender, denn auch Flächeneffizienz ist ein Aspekt von umweltfreundlicher Mobilität.

  • Verbessern bestehender Technik hin zu effizienteren oder veränderten Antrieben, zum Beispiel von Verbrenner- zu Elektroautos.

  • Vernetzen verschiedener Mobilitätsformen, etwa durch smarte Lösungen, Sharing-Systeme oder multimodale Wegketten.

Warum braucht es umweltfreundliche Mobilität?

Der Verkehr ist in der Schweiz der Sektor, der am meisten Energie benötigt (38 % des Gesamtenergieverbrauchs) und die meisten CO2-Emissionen ausstösst (33 % der Gesamtemissionen). Als Gemeinde können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, um diesen Anteil zu reduzieren und die Mobilität umweltfreundlich zu gestalten.

Die Vorteile umweltfreundlicher Mobilität

  • Bessere Erreichbarkeit, weniger Stau und höhere Standortattraktivität durch vernetzte Mobilitätsangebote.

  • Kostenreduktion durch eine effizientere Mobilität.

  • Mehr Freiraum durch optimiertes Parkplatz- und Fahrzeug-Management.

  • Image als moderne Gemeinde, die Verantwortung übernimmt.

  • Steigerung der Wohn- und Lebensqualität durch weniger Schadstoff- und Lärmemissionen sowie mehr Freiraum.

Der Weg zu umweltfreundlicher Mobilität

Gemeinden und Städte übernehmen einerseits mobilitätsrelevante hoheitliche Aufgaben, insbesondere die Planung und den Bau von Infrastrukturen, wie Velowege und Fussgängerzonen. Andererseits können sie freiwillige Massnahmen umsetzen, zum Beispiel indem sie den Fuss- und Veloverkehr verbessern oder die Bevölkerung für umweltfreundliche Mobilität sensibilisieren. Durch ihre Nähe zu den Einwohnenden und zu lokalen Institutionen fungieren Gemeinden zudem als Vorbild.

Es gibt nicht nur einen richtigen Weg zu umweltfreundlicher Mobilität. Besonders vielversprechend sind Ansätze, die speziell auf die Gemeinde zugeschnitten sind. Daher sollten Sie zuerst identifizieren, welche Ziele Sie mit einer umweltfreundlicheren Mobilität verfolgen.

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