Ort / Region
Castel San Pietro
Medacta hat sich entschieden, an ihren Standorten eine Ladeinfrastruktur aufzubauen, um den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht zu werden und den Besuchern Lademöglichkeiten anzubieten. Das Unternehmen hat das lokale Elektrizitätswerk mit dem Betrieb beauftragt.

Medacta ist ein Schweizer Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von orthopädischen Medizinprodukten spezialisiert hat. Die Firma mit Sitz in Castel San Pietro und Rancate (Tessin) ist in über 60 Ländern tätig und beschäftigt über 1000 Mitarbeitende an zwei Standorten.
Als nachhaltiges Industrieunternehmen, das seinen Beitrag zur Energiewende leisten möchte, hat sich Medacta entschieden, an seinen beiden Standorten eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. Zudem möchte das Unternehmen der wachsenden Anzahl an Mitarbeitenden mit Elektrofahrzeugen eine geeignete Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen.
Die Ladestationen stehen sowohl den Mitarbeitenden als auch der Kundschaft und den Partnern zur Verfügung, welche regelmässig die Werke besuchen. Der Zugang ist bewusst nicht an öffentliche Ladenetze angeschlossen, um Fremdbelegungen zu vermeiden und die Verfügbarkeit für die Firmennutzung zu gewährleisten.
Nach dem Entscheid, an den Unternehmensstandorten eine Ladeinfrastruktur aufzubauen, führte das Unternehmen zunächst eine interne Umfrage durch. Ziel war es, den Ladebedarf bei den Mitarbeitenden zu ermitteln. Auf dieser Grundlage wählte Medacta eine Lösung, die sowohl den Bedarf angemessen abdeckt als auch eine effiziente Umsetzung ermöglicht. An beiden Standorten installierte die Firma eine Ladestation mit zwei Steckerbuchsen. Diese verfügen über eine Leistung von 22 kW (Wechselstrom).
Die Mitarbeitenden von Medacta arbeiten im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. Dies ermöglicht eine stetige Nutzung der Ladestationen über 24 Stunden hinweg, eine optimierte Auslastung der Infrastruktur und das Laden von mehreren Fahrzeugen im Laufe des Tages. Ergänzend hat das Unternehmen klare Nutzungsregeln definiert, damit die gemeinsame Nutzung funktioniert (siehe unten). Die realisierte Lösung ist somit bedarfsgerecht dimensioniert.
Parallel zur steigenden Nachfrage plant das Unternehmen, sein Angebot künftig weiter auszubauen. Medacta beauftragte den lokalen Stromversorger mit der Installation und Inbetriebnahme der Ladestationen und profitierte dabei von dessen technischem Know-how sowie seiner Erfahrung aus vergleichbaren Projekten. Die Ladeinfrastruktur finanzierte Medacta selbst und ist deren Eigentümerin.
Eine kanalübergreifende Kommunikation und klare Regeln sorgten für die korrekte Nutzung.
Die interne Kommunikation spielte eine entscheidende Rolle für den reibungslosen Betrieb der Ladeinfrastruktur. In einem ersten Schritt informierte das Unternehmen die Mitarbeitenden über die neuen Lademöglichkeiten. Darüber hinaus definierte das Unternehmen klare Regeln für die gemeinsame Nutzung, um eine hohe Rotation zu gewährleisten und möglichst vielen Fahrzeugen das Laden zu ermöglichen.
Zur Unterstützung der Mitarbeitenden und Besuchenden erstellte das Unternehmen eine Anleitung zur Aktivierung des Ladevorgangs. Darüber hinaus stehen neuen Nutzerinnen und Nutzern geübte Medacta-Mitarbeitende zur Verfügung und erklären auf Wunsch die Funktionsweise oder bieten Hilfestellung bei Problemen.
Die zielgerichtete Information einer grossen Anzahl von Mitarbeitenden und unterschiedlichen Nutzergruppen ist eine Herausforderung. Das Unternehmen begegnet dieser, indem es über verschiedene Kanäle und in unterschiedlichen Formaten kommuniziert.
Medacta hat sich entschieden, den operativen Betrieb an das Elektrizitätswerk zu delegieren und ein Abonnement abzuschliessen. Ziel ist es, ein agiles Management zu erreichen und das bereits vorhandene Know-how des Elektrizitätsunternehmens zu nutzen. So muss die Firma dieses Know-how nicht von Grund auf im Unternehmen aufbauen.
Das Elektrizitätswerk ist für die Wartung, die Identifikation der Nutzerinnen und Nutzer sowie für die Rechnungsstellung verantwortlich. Die Ladestationen haben einen eigenen Zähler. Nutzerinnen und Nutzer identifizieren sich mit ihrem Telefon über den QR-Code an der Ladestation und schalten nach Eingabe der Zahlungsmitteldaten den Ladevorgang frei. Sie bezahlen den Strom direkt an das Elektrizitätswerk.
Zudem speist die Photovoltaikanlage auf dem Firmendach die Ladestationen. Das Laden am Arbeitsplatz während des Tages fördert so die Nutzung lokalen Solarstroms.
Castel San Pietro