Die Elektromobilität ist ein zentrales Element der Energiewende. Nur mit durchdachten Ladeinfrastrukturen kann sie ihr volles Potenzial entfalten. Der Bericht zeigt auf, wie die Batterien von Elektrofahrzeugen gezielt für die Stabilisierung des Stromnetzes, zur Lastoptimierung in Gebäuden oder für den Energieausgleich in Quartieren eingesetzt werden können. Voraussetzung ist, dass Nutzerinnen und Nutzer ihre Mobilitätsbedürfnisse angeben und die Ladeprozesse gezielt gesteuert werden.
Systemdienlich laden bringt allen etwas
Auch bei einer rein einseitigen Ladung, bei der keine Rückspeisung ins Netz erfolgt, können bereits heute positive Effekte für das Stromnetz erzielt werden. Ob zur Eigenverbrauchsoptimierung im Gebäude, zur Unterstützung lokaler Energiegemeinschaften oder sogar für die Bereitstellung von kurzfristiger Energie für die Netzstabilität eröffnet der strategische Betrieb von Ladeinfrastrukturen vielfältige Möglichkeiten.
Politik und Branche in der Verantwortung
Der Bericht macht deutlich: Technische Lösungen sind vorhanden. Damit diese jedoch flächendeckend umgesetzt werden können, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Anreize und vor allem eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Neben Fahrzeugbesitzerinnen und -besitzern und Netzbetreibern gehören auch Aggregatoren, Flottenbetreiber, Dienstleister sowie die öffentliche Hand dazu. Letztere kann nicht nur steuernd eingreifen, sondern auch aktiv fördern und als Vorbild agieren.
Weichenstellung für die Energiezukunft
System- und netzdienliche Ladeinfrastrukturen haben grosses Potenzial zur Optimierung des Stromnetzes, der Netzstabilität sowie der Kosteneinsparung beim Netzausbau. Allerdings sind technische Standardisierung, regulatorische Anpassungen und wirtschaftliche Anreize erforderlich, um eine breite Umsetzung zu ermöglichen. Der künftige Einsatz der Ladeinfrastruktur als system- und netzdienliche Infrastruktur sollte politisch verankert werden. Folglich würde der Aufbau dieser Infrastruktur rascher vorankommen und wäre intelligent in die Sektorkopplung unseres künftigen Energiesystems eingebettet. Die Politik und alle weiteren Stakeholder sind jetzt gefordert.
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Herausgegeben von Der Bericht wurde unter der Leitung von Jules Pikali (OekoWatt) gemeinsam mit Frank Schürch (energie-cluster.ch), Sandro Schopfer (sun2wheel) und Oliver Stössel (VSE) im Konsens mit einer grossen Anzahl von teilnehmenden Firmen wie Groupe-E, BKW, Swiss eMobility, auto-schweiz, TCS und weiteren erarbeitet. Die Erstellung wurde durch die Innovationsförderung des Bundesamts für Energie (BFE) unterstützt.
Veröffentlicht April 2026
Bildquelle ewz

