Die zunehmende Verbreitung von Photovoltaikanlagen (PV), Elektroautos und Wärmepumpen führt zu höheren Lasten im Verteilnetz, insbesondere abends, wenn der Strombedarf generell hoch ist und PV-Anlagen keinen Strom liefern. Um Überlastungen und kostspielige Netzausbauten zu vermeiden, können Verteilnetzbetreiber (VNB) vermehrt auf statische und dynamische Stromtarife sowie auf intelligente Laststeuerung setzen. Dynamische Tarife orientieren sich an der tatsächlichen Netzbelastung. Sie werden von den Verteilnetzbetreibern kurzfristig kommuniziert, sodass Nutzerinnen und Nutzer von E-Autos Ladeprozesse in verbrauchsgünstige Zeiten verschieben können.
Voraussetzungen für ein stabiles Netz
Sowohl bei den Stromkundinnen und -kunden als auch bei den VNB gibt es verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen, damit die neuen statischen und dynamischen Tarife das Netz stabilisieren. Der Leitfaden zeigt diese übersichtlich auf.
Tiefere Ladekosten dank dynamischer Tarife
Bei den Kundinnen und Kunden führen die neuen Tarife zu tieferen Ladekosten und zur Möglichkeit, das eigene E-Auto als Energiespeicher zu nutzen. Herausforderungen bestehen vor allem in möglichen Verzögerungen beim Laden, Preisschwankungen sowie höheren Anfangsinvestitionen in intelligente Lade- und Energiemanagementsysteme. Insgesamt bietet der Einsatz dynamischer Tarife jedoch sowohl für die Kundschaft als auch für die VNB deutliche Vorteile, indem er zu einem effizienteren und netzdienlichen Energieverbrauch beiträgt.
Der Leitfaden zeigt beispielhaft die Konzepte der vier Energieversorger Elektra, IWB, Groupe E und Primeo Energie.
Herausgegeben von Swiss eMobility mit Unterstützung von EnergieSchweiz Die Roadmap Elektromobilität ist ein Programm, das vom Bundesamt für Energie (BFE) und Bundesamt für Strassen (ASTRA) getragen wird.
Veröffentlicht April 2026
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