Erneuerbar heizen in Gebäuden der öffentlichen Verwaltung

Gemeinden haben eine Vorbildfunktion. Mit dem Ersatz fossiler Heizsysteme in Verwaltungsgebäuden können sie Emissionen senken, Kosten optimieren und ihre Energieversorgung langfristig sichern. EnergieSchweiz unterstützt sie dabei.

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Gebäude der öffentlichen Verwaltung stehen besonders im Fokus der Energie- und Klimapolitik. Gerade beim Heizungsersatz haben Gemeinden konkrete Handlungsmöglichkeiten. Wer früh plant und auf erneuerbare Energien setzt, kann Emissionen deutlich reduzieren und gleichzeitig die Betriebskosten langfristig stabilisieren.

Dabei spricht vieles für Heizungsanlagen, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden:

  • Heizsysteme mit erneuerbarer Energie sind eine verlässliche Lösung für öffentliche Gebäude. Sie verursachen kaum CO₂-Emissionen.

  • Sie reduzieren die Abhängigkeit von aus dem Ausland importierten Energieträgern und schaffen Arbeitsplätze in der Schweiz.

  • Sie sind in der Anschaffung meist etwas teurer, lohnen sich jedoch unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten für Anschaffung, Energie, Betrieb und Unterhalt in der Regel schon nach wenigen Jahren.

Die Impulsberatung «erneuerbar heizen» unterstützt Gemeinden dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und die passende Lösung für ihre Gebäude zu finden. Dabei analysieren spezialisierte Fachpersonen vor Ort die bestehende Heizungsanlage und prüfen, welche erneuerbaren Systeme technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Für Gemeinden entsteht so eine fundierte Entscheidungsgrundlage, die nicht nur kurzfristige Kosten berücksichtigt, sondern die langfristige Wirtschaftlichkeit in den Fokus stellt. Die Beratung hat einen Wert von 1’800 CHF und wird unter bestimmten Voraussetzungen vom Bund gefördert. Für Gemeinden ist sie damit kostenlos.

Rechnen Sie richtig

Ein häufiger Fehler bei der Wahl eines Heizsystems besteht darin, ausschliesslich auf die Investitionskosten zu schauen. Gerade bei öffentlichen Gebäuden lohnt sich jedoch eine ganzheitliche Betrachtung. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die Lebensdauer von rund 20 Jahren – inklusive Energieverbrauch, Unterhalt und möglicher Förderbeiträge.

Rolle der Gemeinden

Der Ersatz fossiler Heizsysteme in Verwaltungsgebäuden ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine strategische Investition in die Zukunft. Gemeinden, die frühzeitig planen und auf fundierte Entscheidungsgrundlagen setzen, können den Umstieg effizient und wirtschaftlich umsetzen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zeigen, wie nachhaltige Lösungen in der Praxis funktionieren.

Informationsveranstaltungen für Hausbesitzende

Das Programm EnergieSchweiz unterstützt Gemeinden, die Hausbesitzende über erneuerbare Heizsysteme informieren möchten. Sie erhalten Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Informationsveranstaltungen sowie beim Vermitteln der wichtigsten Inhalte.

Unter Gemeinden finden Sie die aktuell laufenden Projektausschreibungen sowie die Fristen und Bedingungen für die Beantragung einer entsprechenden Unterstützung.

Beachten Sie: Seit dem 1. Januar 2025 wird der Ersatz fossiler Heizungen und elektrischer Widerstandsheizungen zusätzlich gefördert. Das gilt insbesondere für Anlagen über 70 kW sowie für dezentrale Heizsysteme ohne hydraulisches Wärmeverteilsystem.

Informieren Sie sich über die Förderung von Bund und Kantonen unter Gebäudeprogramm und Energiefranken.

Prüfen Sie unter Gebäudeprogramm, ob Ihre Liegenschaften förderberechtigt sind.

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