Das Wichtigste in Kürze
Schulen sind ideale Orte, um die Energiewende konkret erfahrbar zu machen.
Die Kombination aus Technik (GEAK) und Pädagogik erhöht die Wirkung deutlich.
Schülerinnen und Schüler werden zu aktiven Multiplikatoren in Gemeinden.
Interkommunale Zusammenarbeit verstärkt Reichweite und Effizienz.
Frühzeitige Koordination aller Akteurinnen und Akteure ist entscheidend für den Projekterfolg.
Die Schule als Labor für die Energiewende
Schulen spielen eine zentrale Rolle im Leben der Gemeinden. Sie bringen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Behörden und Bevölkerung zusammen und bieten einen idealen Rahmen, um neue Ansätze im Bereich Energie praktisch zu erproben.
Mit ihrem Projekt «Schulen und Energie» positioniert die Energie-Region Grand Chasseral die Schule bewusst als Motor der Energiewende. Das Projekt verbindet die technische Analyse der Gebäude mit der aktiven Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern.
Ein Projekt, das Technik und Pädagogik verbindet
Der Ansatz folgt einer einfachen Grundidee: Er verknüpft die energetischen Herausforderungen von Schulgebäuden mit pädagogischen Aktivitäten.
Konkret hat das Projekt Folgendes ermöglicht:
Energieanalysen (GEAK) der Schulgebäude durchzuführen,
den Energieverbrauch zu analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren,
die Ergebnisse verständlich für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen aufzubereiten,
Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, energiebezogene Konzepte und Herausforderungen zu verstehen sowie Verbrauchsdaten zu erfassen und zu interpretieren.
Diese Verbindung zwischen technischen Daten und pädagogischer Vermittlung ist ein zentraler Bestandteil des Projekts.
Ein Engagement aller Akteurinnen und Akteure der Schule
Eine der Stärken der Initiative liegt in ihrem kooperativen Ansatz. Das Projekt bezog alle mit ein: Kommunalbehörden, Schulleitungen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler.
So wurde Energie als fächerübergreifendes Thema in den Schulen verankert und in konkrete Schulprojekte überführt.
Lernen durch Handeln: Schülerinnen und Schüler als Akteurinnen und Akteure
Über die Theorie hinaus setzt das Projekt auf die konkrete Einbindung der Schülerinnen und Schüler. Insgesamt nahmen mehrere Klassen an langfristigen pädagogischen Projekten teil. Diese ermöglichten es ihnen, die energetischen Fragestellungen ihres schulischen Umfelds zu erkunden und die Ergebnisse Behörden und Bevölkerung zu präsentieren. Dieser Ansatz stärkt nicht nur das Wissen, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein und die Handlungsfähigkeit der Jugendlichen.
Konkrete Ergebnisse auf regionaler Ebene
Das Projekt hat zu greifbaren Ergebnissen geführt:
Durchführung von Energieaudits (GEAK) für 17 Schulgebäude.
Erweiterung und Aktualisierung des regionalen Bildungsangebots.
Direkte Einbindung von mehr als 200 Schülerinnen und Schülern in energiebezogene Projekte.
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen regionalen Akteuren (Parc Chasseral, Espace découverte Énergie, Gemeinden und Region).
Das Projekt zeigt, dass sich Gebäudetechnik und Sensibilisierung erfolgreich miteinander verbinden lassen.
Organisatorische Herausforderungen
Die Koordination zwischen Gemeinden, Schulleitungen und Lehrkräften erwies sich mitunter als komplex, insbesondere in Bezug auf die interne Kommunikation oder die Verfügbarkeit der Beteiligten. Diese Aspekte unterstreichen die Bedeutung einer strukturierten Begleitung und einer sorgfältigen Planung.
Empfehlungen für andere Regionen
Die Erfahrungen der Energie-Region Grand Chasseral zeigen mehrere Schlüsselfaktoren für den Erfolg:
Gebäudetechnik und Pädagogik systematisch verknüpfen,
alle Beteiligten von Beginn an einbeziehen,
partizipative Formate anbieten, die Schülerinnen und Schülern eine aktive Mitwirkung ermöglichen,
auf Partner setzen, die auf Animation und Sensibilisierung spezialisiert sind.
Ein nachhaltiger Ansatz über das Projekt hinaus
Indem die Schule zu einem Ort des praktischen Lernens über die Energiewende wird, geht das Projekt weit über punktuelle technische Massnahmen hinaus.
Es trägt dazu bei, die Bürgerinnen und Bürger von morgen zu befähigen, energiepolitische Herausforderungen zu verstehen und darauf zu reagieren – und sorgt gleichzeitig für konkrete Verbesserungen in öffentlichen Gebäuden.
Das Projekt im Überblick
Kosten und Finanzierung | Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 72'500 CHF, davon 24'000 CHF Unterstützung durch das Programm «Energie-Region» |
Zeitdauer | Anfang 2024 bis Ende 2025 |
Involvierte Akteure | Energie-Region Grand Chasseral (39 Gemeinden), Schulen, Parc Chasseral, Espace découverte Énergie und regionaler Energieberater |
Erfolge | Durchgeführte Energieaudits, Einbindung von über 200 Schülerinnen und Schülern sowie pädagogische Projekte in mehreren Schulen |
Herausforderungen | Koordination zwischen den Akteurinnen und Akteuren sowie teilweise erschwerte Kommunikation |
Nachhaltige Perspektive | Nachhaltige Verankerung des Themas Energie in Schulprojekte und langfristige Sensibilisierung |
Hinweise/Besonderheiten | Enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Bildungseinrichtungen und regionalen Akteurinnen und Akteuren |
Kontakt
David Vieille Verein Berner Jura.Biel 032 492 71 30 david.vieille@jb-b.ch www.jb-b.ch