Das Wichtigste in Kürze
Kontinuierliches Monitoring schafft Transparenz im Solarausbau.
vZEV- und LEG-Analysen ermöglichen neue Kooperationsmodelle.
Sichtbarkeit und Wettbewerb erhöhen die Motivation der Gemeinden.
Datenbasierte Ansätze unterstützen fundierte Entscheidungen.
Kombination aus Analyse und Kommunikation verstärkt die Wirkung.
Solarpotenziale sichtbar machen und nutzen
Die Energie-Region RET Sursee-Mittelland verfügt über ein grosses Solarpotenzial, das bisher noch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Das Ziel des Projekts war es, dieses sichtbar zu machen und gezielt zu fördern.
Im Fokus standen die Beschleunigung des Solarausbaus, die Förderung von virtuellen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (vZEV) und lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) sowie die Unterstützung der Gemeinden bei der Kommunikation und Umsetzung.
Drei Bausteine für mehr Solarstrom
Das Projekt wurde in drei zentrale Arbeitspakete gegliedert:
Monitoring des Solarausbaus: Das bestehende Monitoring wurde weiterentwickelt und umfasst: die Erfassung neuer Anlagen und installierter Leistung, die Auswertung nach Gemeinden und pro Kopf, den Vergleich mit regionalen Zielpfaden. Die Ergebnisse wurden mithilfe von GIS-Daten analysiert und regelmässig kommuniziert. GIS-Daten sind Informationen mit räumlichem Bezug: Sie zeigen, wo sich etwas befindet, wie es verteilt ist und welche Zusammenhänge im Raum bestehen. Als zusätzlicher Anreiz zeichnete die Region halbjährlich die Gemeinde mit der höchsten Zubaurate als «RET-Sonnenkönigin» aus.
Clusteranalysen für vZEV und LEG: Für ausgewählte Gebäudegruppen wurden Analysen durchgeführt, um Potenziale für gemeinsame Eigenverbrauchsmodelle zu identifizieren. Dabei wurden unter anderem folgende Aspekte untersucht: Solarstromproduktion und Lastprofile, Speicherlösungen, Synergieeffekte zwischen Gebäuden, wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Kommunikation und Austausch: Die Ergebnisse wurden an Energiekonferenzen präsentiert und diskutiert. Gemeinden stellten eigene Umsetzungsbeispiele vor und tauschten Erfahrungen aus. Der Einbezug von Energieversorgern stärkte zusätzlich den fachlichen Dialog.
Die Kombination aus Monitoring, Analyse und Kommunikation schafft eine starke Grundlage für den beschleunigten Solarausbau.
Eine solide Grundlage für die Energiewende
Das Projekt verbesserte die Datengrundlage und Transparenz im Solarausbau deutlich. Heute verfügen alle Gemeinden über aktuelle Daten zur installierten Solarleistung. Das Monitoring wurde als dauerhaftes Instrument etabliert und unterstützt die Gemeinden bei der Planung ihrer Aktivitäten.
Die Region gehört inzwischen zu den führenden Gebieten der Schweiz bei der Solarstromproduktion pro Kopf. Gleichzeitig liefern die Clusteranalysen konkrete Entscheidungsgrundlagen für neue vZEV- und LEG-Projekte Die kontinuierliche Kommunikation führte zudem zu einer erhöhten Sensibilisierung bei Gemeinden und Bevölkerung.
Mit klaren Prioritäten zum Ziel
Die dynamische Marktentwicklung im Bereich Solaranlagen, der eingeschränkte Zugang zu relevanten Daten und begrenzte Ressourcen für vertiefte Quartieranalysen stellten das Projekt vor Herausforderungen.
Die Region reagierte darauf mit einer gezielten Fokussierung der Aktivitäten. Sie optimierte das Monitoring, führte ausgewählte Beispielanalysen durch und nutze die gewonnenen Erkenntnisse für die gesamte Region.
Das hat die Region erreicht
Mit dem Projekt etablierte die Energie-Region RET Sursee-Mittelland ein kontinuierliches Solarmonitoring und aktualisierte die Solarpotenzialanalysen für alle Gemeinden. Die Auszeichnung «RET-Sonnenkönigin» setzte zusätzliche Anreize für den Ausbau von Solaranlagen. Gleichzeitig entstanden wertvolle Entscheidungsgrundlagen für vZEV- und LEG-Projekte. Durch Veranstaltungen und eine aktive Kommunikation erzielte das Projekt zudem eine breite Wirkung in der Region.
Monitoring als langfristiges Steuerungsinstrument
Das Monitoring wird weitergeführt und kontinuierlich weiterentwickelt. Künftig sollen Gemeinden noch stärker bei der Umsetzung konkreter vZEV- und LEG-Projekte unterstützt werden. Zudem ist eine intensivere Zusammenarbeit mit Energieversorgern geplant. Das Monitoring soll sich langfristig als wichtiges Steuerungsinstrument etablieren.
Das Projekt im Überblick
Kosten und Finanzierung | Rund 50'000 CHF |
Zeitdauer | 2024-2025 |
Involvierte Akteure | Energie-Region RET Sursee-Mittelland, Gemeinden, CKW, Energieberatung e4plus AG |
Erfolge | Kontinuierliches Monitoring, Clusteranalysen, RET-Sonnenkönigin, erhöhte Transparenz und Motivation |
Herausforderungen | Marktdynamik im PV-Bereich, technische Schnittstellen, eingeschränkte Ressourcen |
Nachhaltige Perspektive | Dauerhafte Nutzung des Monitorings als Steuerungsinstrument; Grundlage für ZEV-/LEG-Projekte und koordinierte Energieplanung |

