Wenn Wissen geteilt, Netzwerke gestärkt und Hemmnisse abgebaut werden, geht es vorwärts. Das Jahr 2025 hat einmal mehr gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Verbänden, engagierten Menschen und EnergieSchweiz Wirkung schafft – bei privaten Haushalten, in Unternehmen und in Gemeinden.
Das Berichtsjahr wurde von einer Reihe von neuen Herausforderungen geprägt: Erstens musste EnergieSchweiz vor dem Hintergrund des Entlastungspakets 27 einen Plan zur Budgetreduktion entwickeln: EnergieSchweiz wird auf Basis einer inhaltlich fundierten Priorisierung der Aktivitäten ab 2027 auf bestimmte Aktivitäten verzichten und kann so auch mit einem tieferen Budget wirkungsvolle Projekte und Programme umsetzen. Zweitens kühlten der Zubau von PV-Anlagen und Wärmepumpen wie auch die Konsumentenstimmung in für EnergieSchweiz relevanten Bereichen ab. Drittens nimmt die Komplexität bei vielen Programmen zu, getrieben von technologischem Wandel und der zunehmenden Integration von Systemen.
Für EnergieSchweiz eröffnen sich durch diese Herausforderungen neue Chancen: So entwickelte sich die Elektromobilität auch 2025 weiter, trotz einem schwierigen Marktumfeld. Neben den Neuwagen rückte zum ersten Mal auch der Markt für gebrauchte Elektroautos in den Fokus. Mit den Massnahmen zu E-Occasionen im Programm «Fahr mit dem Strom» brachte EnergieSchweiz zentrale Akteurinnen und Akteure der Branche zusammen, die gemeinsam an Botschaften, Strategien und praktischen Massnahmen arbeiten, um das Vertrauen von Konsumentinnen und Konsumenten in E-Occasionen zu stärken. Workshops, Webinare und digitale Austauschformate ermöglichten es rund 20 Organisationen, Hemmschwellen abzubauen und den Markt für E-Occasionen zu beleben.
Im Gebäudebereich bleiben niederschwellige Beratungsangebote enorm wichtig: Die Nachfrage ist ungebrochen, das Programm «erneuerbar heizen» erreichte im Berichtsjahr die 50’000. Impulsberatung. Mittlerweile haben sich erneuerbare Wärmequellen im Markt etabliert. Trotz der etwas schwächeren Nachfrage halten Wärmepumpen ihre starke Marktposition. Die Technologie ist heute etabliert und eröffnet auch wirtschaftliche Vorteile, wie die zahlreichen Umsetzungen bezeugen.
Für Unternehmen blieb PEIK, das Energieberatungsprogramm für KMU, ein zentraler Baustein. 2025 wurden 263 Energieberatungen durchgeführt – ein neuer Rekord seit dem Programmstart. Die Bandbreite reichte von Golfparks über Quartiere bis zu landwirtschaftlichen Betrieben und Sportanlagen. PEIK zeigt, dass gezielte Beratung kleine und grosse Veränderungen ermöglicht, die messbare Einsparungen bringen, Kosten reduzieren und gleichzeitig die Nachhaltigkeit der Betriebe stärken. Mittlerweile unterstützen 40 Partnerorganisationen die Umsetzung der Massnahmen und stellten sicher, dass Beratung und Fördermöglichkeiten dort ankommen, wo sie den grössten Effekt entfalten.
Ebenfalls sehr dynamisch entwickelte sich das Angebot bei den Massnahmen im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Mit dem Ziel der langfristigen Sicherung einer genügenden Anzahl an Fachkräften im Gebäudebereich kamen im Berichtsjahr 22 neue Projekte in den Genuss einer Unterstützung – von klassischen Weiterbildungsangeboten bis hin zum Integrated Design Atlas, einer Plattform von neun in der Architektur führenden Hochschulen, die praxisnahes Wissen zu energiebewusstem Planen und Bauen vermittelt. Die Plattform stärkt die Verzahnung von Lehre und Praxis im Sinne der Energiestrategie 2050 und unterstützt die nachhaltige Baukultur in der Schweiz.
Das Jahr 2025 hat einmal mehr gezeigt, dass Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Es sind die vernetzten Anstrengungen von Organisationen, Fachpersonen und engagierten Einzelpersonen, die Innovation und konkrete Lösungen ermöglichen. Zusammen schaffen wir Vertrauen, bewirken Veränderung und gestalten aktiv die Energiezukunft der Schweiz.
Wir danken allen Partnerinnen und Partnern für ihr Engagement, ihre Kreativität und ihre Innovationskraft. Die Herausforderungen der kommenden Jahre sind gross – doch wir sind überzeugt, dass wir diese Aufgaben gemeinsam erfolgreich meistern werden.
Freundliche Grüsse
Patrick Kutschera, Vizedirektor Bundesamt für Energie, Programmleiter EnergieSchweiz
Tim Frey, Geschäftsführer EnergieSchweiz