Vielfältige proaktive Aktivitäten
Um die nationalen Energie- und Klimaziele zu erreichen, ist die Gebäudebranche stark gefordert. Die Bauwirtschaft hat einen massgeblichen Anteil am Schweizer Ressourcen- und Energieverbrauch sowie an den Treibhausgasemissionen. Im Dezember 2020 hat EnergieSchweiz deshalb gemeinsam mit der Branche die Bildungsoffensive Gebäude gestartet und eine Roadmap erarbeitet. Diese enthält 32 Massnahmen, mit denen die Gebäudebranche und Bildungsinstitutionen durch gemeinsame Anstrengungen Fachkräfte im Baubereich gewinnen, aus- und weiterbilden und im Beruf halten können. Seit der Lancierung der Offensive hat EnergieSchweiz zahlreiche Projekte angestossen und mitfinanziert, Veranstaltungen organisiert und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren gestärkt. Im Jahr 2025 unterstützte EnergieSchweiz 22 neue Projekte der Bildungsoffensive mit rund CHF 2 Mio.; die beteiligten Organisationen steuerten rund CHF 4.5 Mio. hinzu. Das Ziel, genügend kompetente Fachkräfte zu erreichen, ist eine komplexe Aufgabe. Dies spiegelt sich in der Vielzahl unterschiedlicher Projekte der Bildungsoffensive wider. Diese reichen von der Förderung der Solarlehre über die Mitfinanzierung eine CAS-Lehrgangs für Energiesysteme in klimaneutralen Arealen und Quartieren bis hin zu einer Unterstützung des Aufbaus der Lehrwerkstatt Bautechnik im Tessin. Unterstützung durch EnergieSchweiz fand auch die Entwicklung der Plattform IDA, die 2025 erfolgreich lanciert wurde.
IDA Plattform
IDA steht für «Integrated Design Atlas». Diese digitale Wissensplattform hat zum Ziel, das klimabewusste Planen und Bauen in der Schweiz zu fördern. Die Plattform ging im Sommer 2025 online und bietet praxisnahes Wissen zu Themen wie Suffizienz, Kreislaufwirtschaft, Energie und Komfort. Das Ziel der Plattform besteht darin, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil der Baukultur zu verankern und Lehre und Praxis im Sinne der Energiestrategie 2050 und der Sustainable Development Goals enger zu verzahnen. IDA richtet sich an Architekturschaffende, Lehrende und Studierende und ist frei zugänglich.
Ziel ist, dass IDA zu einem integralen Bestandteil der Lehre an Schweizer Architekturschulen wird.
Die Plattform gliedert sich in vier Bereiche: Case Studies, Toolbox, Stories und Community und ist in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfügbar. Thematisiert werden beispielsweise erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft, aber auch Hilfsmittel wie der Heizkosten- oder Solarrechner sowie Plattformen zur Nachhaltigkeitsberechnung oder zum relevanten Geoinformationsangebot. Auf der Plattform finden sich zudem Best-Practice-Beispiele und Informationen zu Veranstaltungen. Ziel ist es, dass sich über IDA eine Community bildet, die den Austausch unter den Architekturschulen sowie den Wissenstransfer in die Praxis fördert.
Mit ihren Kompetenzen und Entscheidungen prägen Architektinnen und Architekten die Nachhaltigkeit von Gebäuden entscheidend.
Die Inhalte werden laufend erweitert. Initiiert von neun führenden Schweizer Architekturschulen und dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA), fördert IDA vernetztes Lernen zu klimabewussten Baupraktiken über Institutionen und Sprachregionen hinweg. EnergieSchweiz unterstützt den Aufbau, die Gestaltung, den Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform mit insgesamt CHF 300'000 als Anschubfinanzierung.
Fortführung der Bildungsoffensive
Anfang 2026 führte EnergieSchweiz zusammen mit Bauenschweiz einen Vernetzungsanlass an der Swissbau in Basel mit rund 170 Teilnehmenden durch. An diesem Anlass hat EnergieSchweiz den Lead der Bildungsoffensive an die Branche übergeben. EnergieSchweiz wird weiterhin Bildungsprojekte im Gebäudebereich unterstützen.

