Eigenverbrauch

Eigenverbrauch heisst, dass Sie auf Ihrem Dach oder an Ihrer Fassade Solarstrom erzeugen und diesen ohne Umweg über das Stromnetz selbst verbrauchen.

Dabei bleiben Sie aber natürlich am Stromnetz angeschlossen. Wenn Ihre Produktion grösser ist als Ihr Verbrauch (beispielsweise während eines Sommertags), muss Ihr lokales Versorgungsunternehmen Ihren Produktionsüberschuss abnehmen und vergüten. Wenn Ihre Produktion nicht ausreicht, um Ihren Verbrauch zu decken (beispielsweise im Winter oder in der Nacht), beziehen Sie Strom vom Netz.

Eigenverbrauch lohnt sich, weil der eigenproduzierte Strom vor allem für Haushalte günstiger ist als der Strom aus dem Netz. Das liegt daran, dass der Stromtarif (typischerweise 25 Rp./kWh im Hochtarif) sich zusammensetzt aus dem Preis für die Elektrizität selbst, aber auch aus Netznutzungskosten und diversen Steuern und Gebühren. Letztere fallen für den eigenverbrauchten Storm nicht an und machen diesen konkurrenzfähig.

Eigenverbrauch in Einfamilienhäusern ist einfach, rentabel und ökologisch: Für jede selbstkonsumierte Kilowattstunde Ihrer Anlage sparen Sie rund 25 Rappen an Strombezugskosten. Je nachdem, welchen Anteil Sie von Ihrer Produktion selbst verbrauchen (Eigenverbrauchsanteil), können Sie durch den Eigenverbrauch pro Jahr zwischen CHF 300.- und CHF 700.- sparen. Dazu kommen Einkünfte durch den Verkauf der Überschussproduktion.

Im Video wird erklärt, wie das geht.

Durch eine geschickte Anpassung des Verbrauchs im Haus können Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil noch steigern! Das Handbuch «Solarstrom-Eigenverbrauch optimieren» gibt dazu wertvolle Hinweise.

Eigenverbrauch in Mehrfamilienhäusern ist ökologisch, rentabel und einfach, wenn Sie es richtig angehen. Dabei gilt es vor allem, alle Akteure an einen Tisch zu bringen.

Ab dem Jahr 2018 gibt es günstigere Rahmenbedingungen für den «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch» (ZEV). So kann der Zusammenschluss neu als ein einziger Endkunde gegenüber dem Netzbetreiber auftreten und die internen Messungen selbst vornehmen.

In folgenden sind die wichtigsten Regeln zum ZEV zusammengefasst:

  • Am Ort der Produktion können sich mehrere Grundeigentümer zum gemeinsamen Eigenverbrauch zusammenschliessen.
  • Die teilnehmenden Grundstücke müssen lückenlos zusammenhängen (wovon auf mindestens einem eine Produktionsanlage liegt).
  • Der eigenverbrauchte Strom darf nicht durch das öffentliche Netz fliessen.
  • Die Summe der Leistung aller Anlagen des Zusammenschlusses (normierte Modulleistung) muss mindestens 10% der Netzanschlussleistung des Zusammenschlusses betragen.

Für den Zusammenschluss von Mietern oder Pächtern gilt zudem:

  • Der Grundeigentümer kann nur die tatsächlichen angefallenen Kosten verbrauchsabhängig in Rechnung stellen.
  • Dabei werden die Erlöse aus der eingespeisten Elektrizität abgezogen.
  • Für die intern produzierte Elektrizität sind das angemessene Kapitalkosten sowie die Kosten für den Unterhalt und den Betrieb der Anlage.
  • Dazu kommen die Kosten für die extern bezogene Elektrizität, die Grundeigentümer weiterverrechnet sowie Kosten für die interne Messung, Datenbereitstellung, Verwaltung und Abrechnung.
  • Für die intern produzierte und verbrauchte Elektrizität darf pro Kilowattstunde nicht mehr in Rechnung gestellt werden, als die Kosten des extern bezogenen Stromprodukts pro Kilowattstunde betragen.

Die genaue Formulierung dieser Bestimmungen und weitere Bestimmungen sind dem neuen Energiegesetz (Artikel 17 und 18)  sowie neuen Energieverordnung (Artikel 14-18) und dem dazugehörigen erläuternden Bericht zu entnehmen (abrufbar unter www.energiestrategie2050.ch).

Die Broschüre «Solarstrom Eigenverbrauch: Neue Möglichkeiten für Mehrfamilienhäuser und Areale» und das Dokument «Leitfaden Eigenverbrauch» geben dazu wertvolle Hinweise.

Eigenverbrauch für Unternehmen ist ökologisch, einfach und rentabel, wenn Sie es richtig angehen. Da die Stromkosten für Unternehmen generell günstiger sind, hatte es der Solarstrom bisher schwerer, sich zu behaupten. Stetig sinkende Preise für Photovoltaik-Anlagen und bessere Rahmenbedingungen machen den Eigenverbrauch von Solarstrom auch für Unternehmen immer attraktiver.

Die Kosten für Solarstrom vom firmeneigenen Dach liegen heute in vielen Fällen tiefer als die Kosten für Strom aus dem Netz. So können Firmen heute Geld sparen, indem sie ihren eigenen Strom produzieren und verbrauchen.

Entscheidend für die Rentabilität der Photovoltaik-Anlage ist dabei eine gute Übereinstimmung der Grösse der Anlage mit dem individuellen Verbrauchsprofil. Die Broschüre «Solarstrom Eigenverbrauch: Neue Möglichkeiten für Ihr Unternehmen» und der dazugehörige Hintergrundbericht erklären, wie Eigenverbrauch für Unternehmen funktioniert und was bei der Umsetzung speziell zu beachten ist. Anhand von Praxisbeispielen geben Unternehmer einen Einblick in ihre Erfahrungen als Solarstromerzeuger und erklären, wie die Investition in Sonnenenergie für das Unternehmen zum Erfolg wird.

Heute wird jede fünfte Photovoltaikanlage in der Schweiz mit einem Batteriespeicher installiert, Tendenz steigend. Noch sind aber viele Fragen offen: Wird meine Anlage wirtschaftlich sein? Für welche Technologie soll ich mich entscheiden? Schadet eine Batterie der Umwelt? Was ist mit dem Recycling?

Die Zahl der Photovoltaikanlagen und das Bedürfnis, den eigenen Solarstrom im eigenen Haus zu verbrauchen, nehmen zu. Dadurch ist der Markt für Batteriespeicher gewachsen, und ihre Kosten sind deutlich zurückgegangen. Dennoch sind heute erst wenige Stromspeicher rentabel, und diese auch nur mit guten Rahmenbedingungen.

Zahlreiche Anwendungen können mit Batterien betrieben werden, wobei sich nicht alle gleich gut eignen. Bei jeder Anwendung sollte man

  • die richtige Technologie auswählen,
  • prüfen, welches System am besten geeignet ist,
  • die Anlage den Bedürfnissen entsprechend dimensionieren,
  • ausgewiesene Fachkräfte beiziehen,
  • die geltenden Vorschriften und Normen beachten.

Zuvorderst steht aber die Frage, ob es keine anderen, bereits bestehenden Möglichkeiten gibt, um den eigenen Strom zu verbrauchen. Beispielsweise kann man sein Verhalten im Alltag anpassen (die Wasch- oder Geschirrspülmaschine nicht in der Nacht, sondern bei Sonnenschein laufen lassen). Dazu finden Sie unten weitere Informationen.

Was die Umweltbelastung und den Lebenszyklus der Batterien anbelangt, so ergibt sich durch die Speicherung von Solarstrom zwar eine zusätzliche Umweltbelastung. Gleichzeitig kann aber mehr Strom vor Ort verbraucht werden. Batteriespeicher können deshalb eine sinnvolle Massnahme sein.

Die Broschüre «Stationäre Batteriespeicher in Gebäuden» gibt dazu wertvolle Hinweise und Informationen.

Sind Sie bereit für die Installation Ihrer eigenen Solaranlage?

Dann schätzen Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil mit den Tools «QuickCheck» oder «Eigenverbrauchsrechner». Und gehen Sie weiter unter «Meine Solaranlage».