Energiegerecht renovieren und sanieren

Die energetische Sanierung eines Hauses bietet grosse Chancen: Mit geeigneten Massnahmen an der Gebäudehülle und dem Einsatz von erneuerbaren statt fossilen Energien senken Sie Ihre Energiekosten und die CO2-Emissionen. Gleichzeitig steigt Ihr Wohnkomfort. Sie können den Wohnraum an neue Lebenssituationen anpassen und fit für die Zukunft machen. All diese Massnahmen sichern den Werterhalt Ihrer Liegenschaft. Mit Fördergeldern und Steuerabzügen können Sie die Gesamtkosten der Renovation zusätzlich reduzieren.

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Inhalt

Das müssen Sie wissen

1 Million

Mehr als eine Million Häuser in der Schweiz sind energetisch dringend sanierungsbedürftig.


33%

Gebäude verursachen gegen 33% aller CO2-Emissionen in der Schweiz.


45%

Der Gebäudepark verbraucht in der Schweiz rund 45% der gesamten Energie.


60%

Eine bessere Wärmedämmung und dichtere Fenster sparen bis zu 60% Heizkosten.

 


Das können Sie tun

Mit einer energetischen Sanierung machen Sie Ihr Gebäude bereit für die Zukunft. Damit sie gelingt, sind folgende Punkte wichtig:

Lassen Sie Ihr Gebäude genau unter die Lupe nehmen und planen Sie das Vorgehen langfristig. Formulieren Sie dafür Ihre Bedürfnisse für die nächsten Jahre. Machen Sie sich auch Gedanken, wer die Immobilie zukünftig nutzen könnte und wie. Vielleicht ist auf Ihrem Grundstück sogar ein Anbau oder ein zusätzliches Stockwerk möglich. Klären Sie die Kosten der Sanierung und die finanziellen Möglichkeiten möglichst frühzeitig und legen Sie dafür Geld zur Seite.

Verlassen Sie sich bei der Analyse Ihres Gebäudes auf Fachpersonen und lassen Sie einen Gebäudeenergieausweis GEAK Plusmit ausführlichem Beratungsbericht erstellen. Darin schlägt Ihnen der GEAK-Experte oder die GEAK-Expertin drei auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Varianten zur energetischen Sanierung vor. Sie erhalten eine konkrete Liste von Massnahmen, wie Sie die Energieeffizienz verbessern und erneuerbare Energien einsetzen können. Weiter liefert der Bericht Angaben zu den Einsparungen, den Kosten und den möglichen Förderbeiträgen. Mehr Informationen und die Liste der zertifizierten Expertinnen und Experten finden Sie auf der Webseite des GEAK. Viele Kantone unterstützen das Erstellen eines GEAK Plus mit Fördergelder. Lesen Sie mehr dazu unter Gebäudeprogramm.

Eine energetische Sanierung kann viel bewirken: Mit einer besseren Dämmung und neuen Fenstern reduzieren Sie Ihren Wärmebedarf um mehr als die Hälfte. Und mit dem Umstieg von einer fossilen Heizung auf ein erneuerbares Heizsystem können Sie die CO2-Emissionen im Betrieb auf nahezu null senken. Stimmen Sie dabei die Massnahmen aufeinander ab: Ein gut gedämmtes Haus braucht eine kleinere Heizung, was tiefere Investitionskosten bedeutet. Informieren Sie sich über Heizungssysteme und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Praxis zeigt immer wieder, dass Häuser nach einer Sanierung und trotz bester Gebäudetechnik oft mehr Energie brauchen als wirklich nötig. Das hängt vielfach damit zusammen, dass die Anlagen nicht korrekt eingestellt sind. Häufige Fehler sind, dass die Heizkurve nicht optimal eingestellt ist oder die Betriebszeiten der Heizung nicht den tatsächlichen Lebensgewohnheiten der Bewohnerschaft entsprechen. Vieles können Sie mit etwas technischem Verständnis und der Bedienungsanleitung selber anpassen. Eine Anleitung für das Einstellen der Heizung finden Sie beispielsweise im Merkblatt Heizkurve richtig einstellen.

Wer das nicht selbst machen möchte, zieht eine Fachperson bei. Sie können den optimalen Betrieb Ihrer Gebäudetechnik auch mit zertifizierten Angeboten wie MQS Betrieb von Minergie oder Performance by Minergie + energo regelmässig überprüfen lassen. Auch Sie als Bewohnerin oder Bewohner beeinflussen den Energiebedarf stark. Erfahren Sie in der Publikation «Besser wohnen» mehr darüber, wie Sie mit einfachen Mitteln weniger Energie verbrauchen und Ihre Heizkosten reduzieren.

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Besser wohnen...

2022-03-01
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Aus alt mach neu - Gebäudesanierungen visualisiert

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Etappiert renovieren ohne Kostenfalle

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Häufige Fragen

Eine zusätzliche Isolierung der Fassade verkleinert den Energieverbrauch um 10 bis 20 %, vor allem bei vor 1975 gebauten Gebäuden mit einem normalerweise schlechten Wärmeschutz. Weitere Informationen zur Wärmedämmung der Fassaden sowie zusätzliche Möglichkeiten zur energetischen Sanierung finden Sie in der in der Publikation «Energiegerecht sanieren» .

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Energiegerecht sanieren...

2022-03-01

Eine Gesamtsanierung hat viele Vorteile und ist in den meisten Fällen die bessere Lösung. Da Sie seit 2020 Aufwendungen für energetische Sanierungen auf bis zu drei aufeinanderfolgende Steuerperioden verteilen dürfen, müssen Sie die Investitionen auch nicht mehr aus steuerlichen Gründen etappieren. Sprechen finanzielle oder mietrechtliche Gründe gegen eine Gesamtsanierung, ist die Etappierung der Sanierung eine bewährte Variante. Die Liegenschaft kann weiter bewohnt werden und die Kosten lassen sich über einen langen Zeitraum aufteilen. Wichtig ist auch hier ein Gesamtkonzept. So können Sie alle Sanierungsschritte aufeinander abstimmen.

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen unterstützt Sie in der ganzen Schweiz mit Fördergeldern bei der Verbesserung der Wärmedämmung Ihres Gebäudes und in den meisten Kantonen bei einer Umstellung auf eine Heizanlage mit erneuerbaren Energieträgern wie zum Beispiel Wärmepumpen, Sonnen- oder Holzenergieanlagen. Umfassende Informationen und den Link zum Förderprogramm Ihres Kantons finden Sie auf Das Gebäudeprogramm. Neben der Unterstützung des Bundes und der Kantone gibt es noch eine Reihe weiterer Fördermöglichkeiten durch Gemeinden, Energieanbieter und Banken. Eine für Ihren Wohnort massgeschneiderte Übersicht finden Sie unter Massnahmenförderung.

Ja, Sie können die Kosten für bestimmte Massnahmen bei den direkten Bundessteuern und in einzelnen Kantonen auch als Liegenschaftsunterhalt vom steuerbaren Einkommen abziehen. Dazu gehören zum Beispiel die Investitionen in eine bessere Wärmedämmung, der Einbau einer Wärmepumpe oder energietechnische Analysen und Energiekonzepte. Abziehen können Sie jedoch nur den Teil, der nicht mit Förderbeiträgen subventioniert wurde. Welche energetischen Massnahmen abzugsfähig sind, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Kontaktieren Sie deshalb vor einer umfassenden Gebäudesanierung die Steuerbehörde.

Bei einer besseren Isolation des Bodens resp. der Kellerdecke sinkt der Energieverbrauch um 5 bis 10 %. Weitere Informationen zur Wärmedämmung finden Sie in der Publikation «Energiegerecht sanieren - Ratgeber für Bauherrschaften».

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Energiegerecht sanieren...

2022-03-01

Ja, auch Sanierungen können Sie nach Minergie, Minergie-P oder Minergie-A zertifizieren und mit dem ECO-Zusatz für Bauökologie und Gesundheit kombinieren. Für Wohngebäude bietet Minergie einen vereinfachten Weg zum Zertifikat: die Minergie-Systemerneuerung basiert auf fünf Standardlösungen und macht einen Minergie-Nachweis ohne Rechnen möglich. Sie gibt Orientierung für eine einfache, aber hochwertige Sanierung mit aufeinander abgestimmten Massnahmen an Hülle und Technik.

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Besser wohnen...

2022-03-01
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Gebäude in Etappen erneuern...

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Gebäude erneuern - Energieverbrauch halbieren...

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2022-03-01
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