Solare Architektur: Bauen Sie mit der Sonne

Solare Architektur ist mehr als Architektur plus Solartechnologie: Solararchitektur nutzt die Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme oder produziert, beispielsweise mit Solarziegeln, Strom. Solare Architektur dient aber auch der Optimierung des Wohnkomforts im Gebäude. Dank Solararchitektur ist Ihr Zuhause effizient und architektonisch harmonisch zugleich.

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Inhalt

Das müssen Sie wissen

Doppelfunktion

Photovoltaikmodule können in die Gebäudehülle integriert werden. Solche Module produzieren nicht nur Strom, sondern sie fungieren auch als Bauteil.


Solarmodule

bieten dieselben ästhetischen Anwendungsmöglichkeiten wie gefärbte Glasplatten und andere mineralische Platten.


100%

Das Produktionspotenzial von Solarstrom auf Dächern und Fassaden ist hoch: es könnte theoretisch den gesamten jährlichen Schweizer Stromverbrauch abdecken. 


Das können Sie tun

Nutzen Sie Solararchitektur in Ihrem Bauprojekt und setzen Sie damit ein sichtbares Zeichen für eine klimafreundliche Architektur.

Solarziegel lassen sich fast nicht mehr von herkömmlichen Dachziegeln unterscheiden. PV-Module können mit keramischen Digitaldruck so bedruckt werden, dass sie wie herkömmliche Terracotta-Ziegel aussehen. Dies bietet sich beispielsweise bei Gebäuden an, die unter Denkmal stehen. Neben Farbe und Textur können Sie Solarziegel auch in Bezug auf die Grösse und Form Ihrem Dach anpassen. Mit Hilfe von Blindmodulen kann die sonnenabgewandte Seite visuell identisch zu der Seite gedeckt werden, die mit Solarziegeln bestückt ist. Lesen Sie mehr zu Designmöglichkeiten unter www.solarchitecture.ch . Informationen zu den Kosten und Fördermöglichkeiten finden Sie unter Energiefranken .

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Solarfassaden bieten Ihnen die Möglichkeit, die grossen Oberflächen an der Fassade energetisch zu nutzen. Stark geneigte oder senkrechte Flächen haben vor allem den Vorteil, gerade im Winter zusätzliche Energie zu erzeugen – also in einer Jahreszeit, in der auch der Verbrauch höher ist. Weiter erzeugen Anlagen an den Ost- und Westfassaden in den frühen Morgen- und späten Abendstunden am meisten Energie und gleichen somit die Ertragskurve aus.

Solarmodule sind grundsätzlich ein mineralischer Baustoff und bieten dieselben ästhetischen Anwendungsmöglichkeiten wie gefärbte Glasplatten und andere mineralische Platten. Zurückhaltende schwarze Module sind ebenso möglich wie Module mit farbigen Zellen oder gefärbten und strukturierten Deckgläsern.

Mehrfamilienhaus Casa Solara in Laax.
Mehrfamilienhaus Casa Solara in Laax.

Photovoltaikelemente können Sie vielseitig an Ihrem Gebäude integrieren: In Balkonbrüstungen, Schiebeläden oder Überdachungen für Velo- und Auto. Photovoltaikelemente ersetzen anderes Baumaterial und produzieren gleichzeitig klimafreundlicher Strom.

Balkonbrüstungen

Photovoltaikelemente lassen sich ganz einfach an Balkonbrüstungen anbringen. Bereits mit einem 1 Meter hohen und 5 Meter langen Geländer kann etwa 25 Prozent des Stromverbrauchs einer Familie erzeugt werden. Eine rentable Installation sollte eine Oberfläche von mindestens 10 Quadratmetern aufweisen. 

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Solaraktive Schiebeläden

Fensterläden sind geeignet für die Produktion von solarer Wärme oder Elektrizität. Die Läden erfüllen dabei zwei Funktionen: Die Abschirmung von Innenräumen vor Wärme und Licht sowie die Energieproduktion.

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Überdachungen für Autoparkplätze oder Velounterstände

Überdachungen für Autoparkplätze oder Velounterstände sind ideal für den Einsatz von Solarmodulen. Den produzierten Strom können Sie gleich vor Ort für das Laden von Elektroautos oder -velos nutzen.

Die Technik von Photovoltaik- oder Solarwärmeanlagen können Sie in Ihrem Bau bewusst zeigen oder nahezu unsichtbar integrieren. Solarziegel und andere PV-Module bieten Ihnen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: Form, Farbe, Textur und Transparenz können Sie frei wählen und an Ihre ästhetischen Vorgaben anpassen. Daneben ermöglicht solare Architektur oft auch Einsparungen bei den Baukosten, da die Module Teil der Gebäudehülle sind und so andere Bauteile ersetzt werden.

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Auf der Website www.solarchitecture.ch finden Sie Bilder und Informationen zur Integration von Photovoltaikelementen in der Architektur. Inklusive technischer Informationen für Architektinnen und Architekten sowie Fachplanende.

Tools und Rechner

Nutzen Sie die folgenden Tools und Rechner, um die ungefähre Energieproduktion, Gesamtkosten, Amortisationsdauer und Förderbeiträge zu berechnen. Der Solar-Offerte-Check ermöglicht es Ihnen Offerten für Solaranlagen kostenlos von EnergieSchweiz-Fachkräften vergleichen und bewerten zu lassen.

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Häufige Fragen

Ja. Die Kombination von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen hat den grossen Vorteil, dass die produzierte Solarenergie optimal genutzt und gespeichert werden kann. Finanziell lohnt sich einen möglichst hohen eigenen Verbrauch des Solarstroms. Dadurch können die Stromnetzgebühren gespart werden. Die Wärmepumpe kann so eingestellt werden, dass sie genau dann Strom braucht und als Wärme im Warmwasser oder im Gebäude selbst speichert, wenn die Sonne am stärksten scheint. Damit sparen Sie Kosten und entlasten das Stromnetz.

Für Heizungen mit erneuerbaren Energien gibt es verschiedene Förderprogramme, zum Beispiel von kantonaler Seite, von Energie 360°, von Energie Zukunft Schweiz oder von myclimate. Eine Übersicht über alle Fördermöglichkeiten in ihrer Gemeinde finden Sie auf Massnahmenförderung. Ausserdem gibt es in den meisten Kantonen eine vergünstigte oder kostenlose Impulsberatung, bei denen eine Fachperson Sie vor Ort über einen möglichen Ersatz Ihrer fossilen Heizung berät und Ihnen dabei auch Auskunft über die verschiedenen Fördermöglichkeiten gibt.

Der Bedarf nach Warmwasser – zum Duschen und in der Küche – ist über das Jahr in etwa konstant. Mit einer kleineren Solaranlage kann die Wärme für einen relevanten Teil des Warmwassers durch Sonnenenergie bereitgestellt werden. Im Sommer deckt die Anlage fast den gesamten Bedarf, im Winter nur einen kleinen Anteil. Mit etwas grösseren Anlagen ist es auch möglich, mit der Solarwärme zu heizen. Im Winter leistet sie nur einen kleinen Beitrag an Warmwasser und Heizung, im Herbst und Frühling einen etwas grösseren Teil und im Sommer deckt sie den gesamten Bedarf an Warmwasser ab. Wer beispielsweise mit einer Gas- oder Ölheizung heizt, kann so seinen Brennstoffverbrauch bei älteren Bauten für gewöhnlich um 20-30% senken, bei Neubauten sind Einsparungen bis 50% möglich.

Die am häufigst verwendeten Photovoltaikanlagen bestehen hauptsächlich aus Glas, Aluminium, Silizium und Kunststoffen, deren Verfügbarkeit unbestritten hoch ist. Sie benötigen zusätzlich Silber, das nur begrenzt verfügbar ist. Jedoch werden laufend Lösungen entwickelt, um den Silberverbrauch zu reduzieren oder ganz durch Kupfer zu ersetzten, welches in grossen Mengen verfügbar und 100% rezyklierbar ist. So ist der Anteil an Silber in den Photovoltaikanlagen fast fünf Mal kleiner geworden, Tendenz weiter sinkend. Aufgrund der aktuellen Forschung und erster Startups ist davon auszugehen, dass Photovoltaikanlagen in Zukunft ganz ohne Silber und somit auch frei von begrenzt verfügbaren Rohstoffen hergestellt werden können.

Für einen 4-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4500 kWh (bzw. 4,5 MWh) und einer PV-Anlage mit einer Leistung zwischen 3 und 6 kWp Leistung ist ein Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von 4 bis 6 kWh (Grösse ca. die eines kleinen Kühlschranks) angemessen. Damit kann der Eigenverbrauch von 30% auf bis zu 70% erhöht werden.

Die aktuellen Preise der Batteriespeicher für ein Einfamilienhaus ergeben bei Lithium-Ionen-Speichern umgerechnet auf die Lebensdauer Speicherkosten von rund 7 bis 65 Rp/kWh, bei Blei-Batterien sind diese höher. Hinzu kommt noch der Wert des Solarstroms von ca. 7 Rp (d.h. der Preis, den man alternativ für die Einspeisung bekäme). Dies bedeutet, dass der abends aus dem Speicher bezogene Strom dann 14 bis 72 Rp/kWh kostet. Die Speicherlösungen sind also noch nicht wirtschaftlich oder gerade an der Grenze zur Wirtschaftlichkeit. Aufgrund der zu erwartenden weiteren Preisreduktionen bei den Speichern in den nächsten Jahren kann sich dies zukünftig jedoch ändern.

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