Gebäudetechnik: komfortabel und energieeffizient wohnen

Zu den gebäudetechnischen Anlagen gehören Heizung, Warmwasser, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektro und Gebäudeautomation. Eine effiziente Gebäudetechnik macht hohen Wohnkomfort bei tiefem Energieverbrauch möglich. Dafür braucht es eine genaue Planung und eine fachgerechte Installation der technischen Anlagen. Wichtig ist aber auch, dass eine Fachperson die Anlagen richtig in Betrieb nimmt und den Nutzerinnen und Nutzern erklärt, wie sie sie bedienen sollen. Nur so können sie die Anlagen auch energieeffizient betreiben.

Inhalt

Das müssen Sie wissen

20%

Mit ihrem Verhalten können Nutzerinnen und Nutzer Energieverluste um bis zu 20 % reduzieren.


66%

Rund 66 % der gesamten Energie werden im Haushalt für das Heizen verwendet.


Komfortabel

Richtig betriebene Anlagen erhöhen den Wohnkomfort und sichern den Werterhalt des Gebäudes.


Vorausschauend

Viele technische Anlagen haben eine kürzere Lebensdauer als das Gebäude. Warten Sie sie gut und planen Sie ihre Erneuerung rechtzeitig.


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Häufige Fragen

Als Performance Gap bezeichnet man den Unterschied zwischen dem berechneten und dem tatsächlichen Energieverbrauch einer technischen Anlage. Oft liegt der Verbrauch höher, weil die Nutzerinnen und Nutzer die Anlage anders betreiben als geplant. Auch ihr Verhalten kann zu einem höheren Energieverbrauch führen. Das passiert beispielsweise, wenn sie die Raumtemperatur höher einstellen, mehr über die Fenster lüften oder den Sonnenschutz anders bedienen als vorgesehen. Um den Performance Gap möglichst klein zu halten, sollte die zuständige Fachperson (z. B. Energieplanerin, Heizungsinstallateur) die Nutzerinnen und Nutzer detailliert über den Betrieb der Gebäude informieren und instruieren.

Heizungen und Warmwasserspeicher haben eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Es ist wichtig, den Ersatz frühzeitig zu planen, am besten schon nach 10 bis 15 Jahren. So bleibt genug Zeit, um gemeinsam mit einer Fachperson den geeigneten Ersatz zu suchen und die Finanzierung zu klären. Nehmen Sie dafür zum Beispiel die Impulsberatung «erneuerbar heizen» in Anspruch. Beim Entscheid für ein neues Heizsystem sollte man die Gesamtkosten beachten und nicht nur die Kosten für die Anschaffung. Erneuerbare Heizsysteme schneiden dabei in der Regel besser ab als fossile Heizungen, weil die Kosten für den Betrieb deutlich tiefer sind. Zudem sind sie umweltfreundlicher, weil sie im Betrieb keine Treibhausgasemissionen verursachen.

Eine Heizung läuft nur dann effizient, wenn ihre Betriebszeiten zu den Lebensgewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner passen. Wenn Sie über etwas technisches Grundwissen verfügen, können Sie Ihre Heizung anhand der Bedienungsanleitung selbst einstellen. Tipps dazu finden Sie auch im Merkblatt «Heizkurve richtig einstellen». Alternativ kann das eine Fachperson übernehmen, zum Beispiel ein Heizungsinstallateur oder eine Energieplanerin.

Technische Anlagen machen das Wohnen komfortabel. Sie müssen aber auch richtig eingestellt, betrieben und gewartet werden. Deshalb lohnt es sich zu prüfen, wie viel Technik tatsächlich nötig ist. Wenn es die Konstruktion des Gebäudes zulässt, können gewisse Gebäudetechnik-Komponenten kleiner dimensioniert oder weggelassen werden. So sparen Sie Aufwand, Energie und Kosten.

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