Fördergelder und Vergütungen

Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Anlagen werden vom Bund unterstützt. Ab 2018 gelten neue Regeln für die Fördergelder des Bundes. Folgende Fördergelder stehen zur Verfügung:

Vergütung für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen 2 und 99,9 kWp.
Für den Antrag auf die KLEIV gilt das folgende Vorgehen:

  1. Inbetriebnahme der Anlage
  2. Anmeldung
  3. Auszahlung

Es muss mit einer Wartefrist von mindestens 2,5 Jahren bis zur Auszahlung gerechnet werden.

Vergütung für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen 100 kWp und 50 MWp. Für den Antrag auf die GREIV gilt das folgende Vorgehen:

  1. Anmeldung
  2. Warteliste
  3. Grundsatzverfügung
  4. Inbetriebnahme der Anlage
  5. Auszahlung

Es muss mit einer Wartezeit von mindestens 6 Jahren bis zur Auszahlung gerechnet werden.

Für grosse Anlagen besteht ein Wahlrecht zwischen der GREIV (siehe oben) und dem EVS, das die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ablöst. Nur Anlagen mit einer Leistung ab 100 kWp, die bis zum 30. Juni 2012 angemeldet wurden, können noch in das EVS aufgenommen werden.

Betreiber von grossen Anlagen müssen ihren erzeugten Strom spätestens ab 2020 selbst oder über einen Energiedienstleister vermarkten. Diese Pflicht gilt für:

  • Anlagen mit einer Leistung ab 500 kWp, die Ende 2017 bereits die KEV erhalten haben
  • Anlagen mit einer Leistung ab 100 kWp, die ab 2018 in das EVS aufgenommen werden

Allen anderen Anlagenbetreibern steht es frei, ebenfalls in die Direktvermarktung zu wechseln.

Ab 2018 ist die Pronovo AG, eine eigenständige Tochtergesellschaft von Swissgrid, für die Abwicklung der Förderprogramme zuständig.

Mit dem Tarifrechner kann die Vergütung einer Photovoltaik-Anlage berechnet werden.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website von Swissgrid oder auf den Faktenblättern des BFE.

Solarwärme-Anlagen

Solwarwärme-Anlagen werden von den Kantonen und den Gemeinden unterstützt.
Fast alle Kantone (mit wenigen Ausnahmen) und viele Gemeinden unterstützen Solarwärme-Anlagen (abzuklären bei den Behörden Ihres Kantons oder Ihrer Gemeinde). Im harmonisierten Fördermodell (HFM), das die Kantone ab 2017 umsetzen, ist ein Förderbeitrag von etwa 20 % vorgesehen. Die Förderung an Ihrem Wohnort kann allerdings deutlich davon abweichen. Deshalb wird empfohlen, sich direkt bei den zuständigen Behörden zu informieren.

EnergieSchweiz führt eine aktuelle Liste der verfügbaren Fördergelder nach Wohnort.

Steuervergünstigungen

Die Investitionskosten einer Solaranlage (Photovoltaik und Solarwärme) sind in fast allen Kantonen steuerlich abziehbar (abzuklären bei den Behörden Ihres Kantons). Die Installation einer Solaranlage ermöglicht es, in diesem Jahr die Steuern um rund 20 % zu reduzieren.